Essen (ots) – 45219 E.- Kettwig- Laupendahl: Einen Bewohner der Laupendahler Siedlung nahmen Betrüger am gestrigen Donnerstagnachmittag (14. Januar ab 16 Uhr) ins Visier. Kurz nach 16 Uhr riefen die Kriminellen zum ersten Mal bei dem Kettwiger Senioren an, der auf der Laupendahler Höhe wohnt. In langen Telefonaten, die der Kettwiger gleichzeitig über das Festnetztelefon und seinem Handy führen musste, nahmen sie dem Mann jede Möglichkeit, sich aus der bedrohlichen Situation zu befreien. Möglichkeiten für ihn, Vertraute oder andere Personen um Hilfe oder Rat zu fragen, hatte er dadurch nicht.

Was sich im Nachgang wie eine Räuberpistole liest, empfinden die beinahe täglich registrierten Opfer sicherlich nicht!

Zunächst meldeten sich die falschen Polizisten und Kriminalbeamte am Telefon, später waren es angebliche Beamte des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft, die wechselseitig psychischen Druck ausübten. Freundlich, emphatisch aber auch sehr bestimmend, schilderten die falschen Polizisten die umfangreichen Ermittlungen gegen die angebliche Betrüger Bande, zu denen auch Bankangestellte gehören sollen.

Gegen 18 Uhr schafften es die Betrüger schließlich, den bis dahin misstrauisch gebliebenen Kettwiger zu überrumpeln. In der Nähe seines Wohnortes versteckte er auf Weisung der (falschen) Polizisten Bargeld konspirativ an Abfallbehältern. Dort holten die Täter das Geld kurz danach ab.

Die Polizei hofft auf Hinweise von aufmerksamen Zeugen. Die verkehrsruhige Straße „Laupendahler Höhe“ befindet sich nahe der Stadtgrenze zu Heilgenhaus und ist von der Charlottenhofstraße an zwei Einmündungen und von der Heiligenhauser Straße erreichbar. Sicher werden der oder die Täter mit einem Fahrzeug angereist sein, wobei der unmittelbare Tatortbereich vermutlich fußläufig aufgesucht wurde. Die Beamten der Ermittlungskommission hoffen, dass Anwohner am späten Mittwochnachmittag (16-19 Uhr) fremde Personen oder unbekannte Fahrzeuge wahrgenommen haben und der Polizei damit bei der Klärung helfen können. Verdächtige Beobachtungen, insbesondere im Bereich Laupendahler Höhe, Hasselbeckweg, Am Wildbach oder Charlottenhofstraße sollten der Polizei Essen unter der zentralen Rufnummer 0201-8290 mitgeteilt werden. /Peke

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