Delmenhorst (ots) – Am Dienstag, 29. Juni 2029, gegen 14:45 Uhr, kam es auf der Autobahn 1 in Richtung Osnabrück zu einem schweren Verkehrsunfall. Zur Unfallzeit hatte sich kurz hinter der Anschlussstelle Vechta ein Stau gebildet, der durch die dortige Baustelle verursacht wurde. Auf diese Baustelle wird mit mehreren Warnschildern und einem eingerichteten Geschwindigkeitstrichter hingewiesen.

Ein 45-jähriger Mann aus Moldau erkannte den Stau und bremste seinen Sattelzug bis zum Stillstand ab. Ihm folgte ein 45-jähriger Mann aus Güstrow, der von seinem zehnjährigen Sohn begleitet wurde. Auch der 45-Jährige bremste seinen Sattelzug bis zum Stillstand ab und warnte mit eingeschaltetem Warnblinklicht vor dem Stauende.

Der danach folgende, 40-jährige Fahrer eines Sattelzuges aus Polen erkannte das Stauende trotz aller Warnungen nicht und fuhr nach Angaben mehrerer Zeugen ungebremst auf den Sattelzug des Güstrowers auf. Da dieser als Auflieger einen sogenannten Tieflader mitführte, wurde die Fahrerkabine des Unfallverursachers nicht eingedrückt. Allerdings wurde die Kabine von der übrigen Zugmaschine abgetrennt und blieb entgegen der Fahrtrichtung auf dem mittleren Fahrstreifen liegen. Der 40-jährige konnte sich selbständig aus der Kabine befreien.

Der 40-jährige Unfallverursacher, der 45-jährige Mann aus Güstrow und sein Sohn erlitten glücklicherweise nur leichte Verletzungen. Sie wurden vor Ort von den Besatzungen eines Notarzteinsatzfahrzeugs und zweier Rettungswagen versorgt und im Anschluss in umliegende Krankenhäuser gefahren. Ein in der Nähe befindlicher Rettungshubschrauber setzte zur Landung an und unterstützte bei der Versorgung. Für den Transport wurde der Hubschrauber aber nicht benötigt. Der 45-Jährige aus Moldau blieb unverletzt.

Da anfangs von eingeklemmten Personen ausgegangen werden musste und es auch zu einer Rauchentwicklung kam, rückten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bakum zur Unfallstelle aus. Das entstandene Feuer wurde durch einen vorbeifahrenden Feuerwehrmann mit eigenen Mitteln gelöscht.

Der entstandene Sachschaden an allen drei Zügen wurde auf mindestens 90.000 Euro beziffert. Der Sattelzug des Verursachers und der des Mannes aus Güstrow müssen aufwendig geborgen werden. Im Anschluss muss die Fahrbahn gereinigt werden, die durch ausgetretene Betriebsstoffe verunreinigt wurde.

Für die Dauer dieser Arbeiten haben Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Holdorf eine Vollsperrung der Richtungsfahrbahn Osnabrück eingerichtet. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Vechta abgeleitet. Mit einer Freigabe der Richtungsfahrbahn Osnabrück kann frühestens in der Nacht gerechnet werden.

Die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen wurden durch die nicht vorhandene Rettungsgasse erschwert und behindert. Gegen mehrere Verkehrsteilnehmer sind Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Ein dringender Appell: Je eher die Rettungskräfte und auch die Bergungsunternehmen vor Ort sind, desto eher kann der Verkehr auch wieder freigegeben werden.

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Quelle: Presseportal