Darmstadt (ots) –

Mit der perfiden Betrugsmasche des „Schockanrufes“ ist es wiederholt Betrügern gelungen, eine 83 Jahre alte Frau aus Darmstadt um ihre Ersparnisse zu bringen. Die Seniorin hatte am Montag (13.9.) im Verlauf des Tages zahlreiche Anrufe von unbekannten Tätern erhalten, der Geschichte von der verunfallten Tochter, die Geld brauche um einer Haftstrafe zu entgehen Glauben geschenkt, und sich vor lauter Sorge zur Herausgabe ihrer Ersparnisse sowie ihres gesamten Schmuckes, überreden lassen. Gegen 15.30 Uhr übergab die geschockte Seniorin einer ihr unbekannten Frau, die sich als Angestellte des Amtsgerichtes ausgab, ihr Hab und Gut, das für die Zahlung einer angeblichen Kaution notwendig sei. Der Schwindel flog auf, als die Darmstädterin im Anschluss das Amtsgericht aufsuchte, dort aber niemanden antraf, der ihr den Sachverhalt bestätigen konnte.

Warum schaffen es die Betrüger immer wieder mit ihren Maschen an das Geld der Bürgerinnen und Bürger zu gelangen? Wie können Sie sich und Ihre Angehörigen schützen?

Damit auch Sie nicht auf die Maschen der Betrüger reinfallen, rät und warnt die Polizei erneut und nicht müde, eindringlich:

   -	Offenbaren Sie am Telefon niemals Ihre Vermögensverhältnisse. -	
Legen Sie den Hörer einfach auf, sobald Sie nach Wertsachen gefragt 
werden. -	Fragen Sie bei der Person, um die es geht selbst nach, ob 
alles seine Richtigkeit hat. -	Übergeben Sie NIEMALS Fremden Ihre 
Wertsachen.

Es gilt zu bedenken: Die Kriminellen sind kommunikativ geschult.
Die Gespräche und geschilderten Geschichten zielen darauf ab, dass die Angerufenen „geschockt“ sind. Sie bauen bei ihrer Gesprächsführung einen enormen emotionalen Druck bei den Angerufenen auf, damit diese nicht zum „Nachdenken“ kommen.

Hier gilt: Legen Sie auf! Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Nehmen Sie sich die Zeit und ziehen Sie Ihre Freunde oder die Familie zu Rate. Ihre örtliche Polizei steht Ihnen ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite.

In dem aktuellen Fall erfolgte die Übergabe des Vermögens gegen 15.30 Uhr im Bereich der Kirche am Johannesplatz. Die unbekannte Frau wurde als „klein“ und „zierlich“ beschrieben. Sie trug schwarze Kleidung, eine Schildkappe sowie eine medizinische Maske.

Die Darmstädter Kripo (K24) nimmt Hinweise von Augenzeugen unter der Rufnummer 06151/969-0 entgegen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Südhessen
Pressestelle
Klappacher Straße 145
64285 Darmstadt
Kathy Rosenberger
Telefon: 06151 / 969 – 13 120
Mobil: 0172 / 859 4388

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Telefon: 06151 / 969 – 13500
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Quelle: Presseportal