Cuxhaven (ots) – Im Rahmen der Strategie 2027 wurde u.a. das Ziel gefasst, dass die Niedersächsische Polizei ihr freiheitlich-demokratisches Selbstverständnis bewahren und die Widerstandskraft gegen demokratiegefährdende Erscheinungen stärken will.

So wurden landesweit etwa 80 Strategiepatinnen und -paten qualifiziert, die dieses Thema an ihren Dienstorten weiter voranbringen sollen. Bereits im März dieses Jahres machte die Polizeiinspektion Cuxhaven durch ein Bodenplakat im Eingangsbereich auf den bundesweiten Aktionstag „Demokratie Leben!“ aufmerksam.

Nun folgte eine erste interne Fortbildung mehrerer Kolleginnen und Kollegen der Inspektion. Die Strategiepaten Britta Schumann und Thomas Wittig luden vom 25. bis 28. Mai 2021 zu mehreren Stadtrundgängen mit dem ehrenamtlichen Stadtchronisten der Stadt Cuxhaven ein. Auch Kriminaldirektor Arne Schmidt, Leiter der Polizeiinspektion Cuxhaven, folgte der Einladung und nahm am 26.05.2021 persönlich teil.

Die Rundgänge führten entlang der Stolpersteine und historisch interessanten Gebäuden in Cuxhaven, an denen der Stadtchronist Ralf Bohlen von den Schicksalen der im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Cuxhavener Bewohnerinnen und Bewohner berichtete.

„Wir spüren, dass bestimmte Werte in der Gesellschaft zum Teil zu bröckeln beginnen. Fremdenfeindlichkeit und ein latenter Antisemitismus sind wieder zu beobachten. Mit solchen Aktionen wollen wir den Kolleginnen und den Kollegen die Möglichkeit geben, die eigene Achtsamkeit zu stärken und solchen Einflüssen konsequent zu begegnen.“ bemerkte Arne Schmidt.

„Diese Rundgänge sind erst der Beginn einer Reihe von Veranstaltungen die folgen werden. So planen wir zum Beispiel auch den Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen oder auch den Besuch einer Moschee.“ fügte Britta Schumann an und gab damit einen ersten Ausblick auf die noch kommenden Veranstaltungen.

Ihr Kollege, Thomas Wittig ergänzte „Wir wollen an die Vergangenheit erinnern, da diese Schicksale, von denen wir heute erfahren haben, immer mehr in Vergessenheit zu geraten drohen. Wir können daraus jedoch wertvolle Lehren für unsere Zukunft ziehen, auch für die Polizei.“

Neben der emotionalen Wirkung machte der Rundgang damit allen Teilnehmern deutlich, dass gelebte Demokratie nicht selbstverständlich ist und dass jede und jeder Einzelne dazu beitragen kann, diese zu bewahren.

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Quelle: Presseportal