Coesfeld (ots) –

Dieser Lkw war nicht ganz sauber. Polizisten stoppten das mit 90 Ferkeln beladene Fahrzeug am Mittwoch (15.09.21) auf der K16 in der Lüdinghauser Bauerschaft Ondrup. Es war auf dem Weg von Dülmen nach Dortmund.
Grund der Kontrolle waren die eingeschalteten Nebelscheinwerfer. Die sollten sich als das geringere Problem herausstellen.

Die Polizisten des Verkehrsdiensts Dülmen stellten nicht nur fest, dass der 68-jährige Fahrer aus Olfen eine fremde Fahrerkarte in das Kontrollgerät gesteckt hatte. Seine eigene führte er in seiner Kleidung mit. Durch diese Vorgehensweise besteht die Möglichkeit, doppelt solange zu fahren als erlaubt. Der Trick: Die Karten werden später im Fahrtenschreiber getauscht. So beginnt die Fahrtzeit wieder bei „Null“.

Diese Vorgehensweise stellt eine Straftat wegen Fälschung beweiserheblicher Daten da. Bei der Auswertung der digitalen Daten kamen noch weitere Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten vom letzten Monat ans Tageslicht.
Bei der Inaugenscheinnahme der Ladung stellten die Polizisten zudem fest, dass am Lkw die Fäkalienklappen geöffnet waren. Das ist nicht zulässig, da während der Fahrt ungehindert Kot und Urin der Tiere auf die Straße gelangen kann.

So kann es beispielsweise zur Verbreitung von möglichen Tierseuchen kommen und die Fahrbahn verschmutzt werden. Neben den genannten Delikten kommt in diesem Fall eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Viehverkehrsverordnung dazu.

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