Bremerhaven (ots) – Am Donnerstagabend verständigte ein Anwohner der Ludwig-Börne-Straße im Bremerhavener Ortsteil Bürgerpark die Polizei. Bereits seit einiger Zeit hatte er auffällige Lichtsignale vom Balkon eines benachbarten Mehrfamilienhauses aus wahrgenommen. Da der Anrufer in der wiederkehrenden Lichtfolge das ihm bekannte SOS-Morsezeichen erkannte, machte er sich nun Sorgen um eine bestehende Notlage. Bei der Überprüfung durch eine Streifenwagenbesatzung erhärtete sich dieser Verdacht nicht und es gab Entwarnung.

Als die Streifenwagenbesatzung gegen 20.40 Uhr an der Haustür der Wohnung im 5. Stockwerk klingelte, zeigten sich die Bewohner wohlauf. Das SOS-Notsignal, welches Anfang des 20. Jahrhunderts als internationales Morsezeichen „dreimal kurz – dreimal lang – dreimal kurz“ für die Seefahrt eingeführt wurde, um in einer Notlage Hilfe anzufordern, hatten sie von ihrem Balkon nicht bewusst abgesetzt. Jedoch hatten auch sie bereits das Flackern ihrer Lichterkette, vermutlich durch nachlassende Batterieleistungen, registriert. Auch wenn nach ersten Polizeirecherchen das Morsesignal SOS im Jahr 1999 mit der weltweiten Einführung eines satellitengestützten Seenot-Funksystems in der kommerziellen Seefahrt abgeschafft wurde, so hätte es in diesem Fall möglicherweise ein Leben in der Seestadt Bremerhaven retten können.

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Quelle: Presseportal