Bochum, Herne, Witten (ots) –

Nach mehreren Fällen von Trickbetrug warnt die Polizei für Bochum, Herne und Witten vor der perfiden Masche und gibt fünf Tipps, mit denen Sie sich schützen können. Es werden zudem Zeugen gesucht.

Vor allem ältere Menschen sind oft das erklärte Ziel von Trickbetrügern. Unter einem Vorwand verschaffen sich die Täter meist Zutritt zur Wohnung. Während einer von Ihnen das Opfer ablenkt, sucht ein anderer nach Geld, Schmuck oder Papieren.

Am Donnerstag, 2. September, haben sich insgesamt drei Fälle in Bochum und Herne ereignet. Jedes Mal gaben sich die Täter als Handwerker aus.

   - Weil er angeblich eine Wasserleitung reparieren wollte, betrat 
     ein falscher Handwerker am Donnerstag, 2. September, gegen 13.45
     Uhr die Wohnung einer 80-Jährigen an der Wittener Straße in 
     Bochum-Altenbochum und entwendete Bargeld. Der vermeintliche 
     Handwerker hatte eine schlanke Statur, war ca. 175 cm groß, etwa
     25 Jahre alt, hatte dunkle Hautfarbe und laut Zeugenaussage ein 
     "südländisches" Erscheinungsbild. Er trug einen Blaumann, eine 
     Kappe und einen Mund-Nasen-Schutz. Er sprach akzentfreies 
     Hochdeutsch.
   - Unter dem gleichen Vorwand verschafften sich zwei Kriminelle 
     eine halbe Stunde später Zutritt zur Wohnung einer 72-Jährigen 
     an der Oskar-Hoffmann-Straße in Bochum-Mitte. Sie erbeuteten 
     eine Handtasche und mehrere Unterlagen. Einer von ihnen war 185 
     bis 190 cm groß, hatte ein rundes Gesicht und laut 
     Zeugenbeschreibung ein "deutsches" Erscheinungsbild. Er trug 
     dunkle Bekleidung und eine graue Latzhose. Der andere war etwas 
     kleiner, hatte eine dünne Statur und trug ebenfalls eine graue 
     Latzhose.
   - Dieselbe Masche wandten angebliche Mitarbeiter einer 
     Sanitärfirma um 16.15 Uhr an der Bochumer Straße im Herner 
     Stadtzentrum an. Der 75-jährige Bewohner vertrieb die vier 
     Männer schließlich aus seiner Wohnung. Entwendet wurde nichts. 
     So beschreibt der 75-Jährige zwei der insgesamt vier Täter: Der 
     erste hatte eine kräftige Statur, braune Haare, war ca. 180 cm 
     groß, hatte laut Zeugenaussage ein "deutsches" Erscheinungsbild 
     und trug eine Arbeitermontur; der andere trug kürzere Haare, 
     hatte ein "südländisch" wirkendes Erscheinungsbild und trug eine
     graublaue Arbeitermontur.

Das Kriminalkommissariat 31 hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet unter der Telefonnummer 0234 / 909 8105 (-4441 außerhalb der Bürozeiten) um Zeugenhinweise.

Fünf Tipps, mit denen sich Betroffene schützen können:

   1. Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung.
   2. Öffnen Sie Unbekannten nicht einfach die Tür. Das ist nicht 
      unfreundlich, sondern eine reine Vorsichtsmaßnahme. Öffnen Sie 
      Ihre Tür nur mit vorgelegter Kette, schauen Sie durch den 
      Türspion und benutzen Sie die Türsprechanlage.
   3. Lassen Sie nur Handwerker hinein, die Sie selbst bestellt haben
      oder die von der Hausverwaltung schriftlich angekündigt wurden.
   4. Lassen Sie sich von Amtspersonen den Dienstausweis zeigen und 
      rufen Sie im Zweifel die entsprechende Behörde an, wenn sie 
      Ihre Wohnung betreten wollen.
   5. Rufen Sie bei verdächtigen Fällen generell den Polizeinotruf 
      110.

Mit Rat und Tat zur Seite stehen älteren Menschen unter anderem die Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater der Polizei. 60 ehrenamtliche Berater sind in Bochum, Herne und Witten aktiv und beraten Interessierte u. a. zu den Themen Betrug, Trickdiebstahl und Einbruchschutz. Kontakt unter 0234 / 909 4055.

Rückfragen bitte an:

Polizei Bochum
Pressestelle
Jens Artschwager
Telefon: 0234 909 1023
E-Mail: pressestelle.bochum@polizei.nrw.de
https://bochum.polizei.nrw/

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Quelle: Presseportal