Bochum (ots) – Obwohl die Zahl der Wohnungseinbrüche in den letzten fünf Jahren deutlich zurückgegangen ist, liegen in der Hauptferienzeit immer wieder Strafanzeigen auf meinem Schreibtisch, die mit diesem Satz beginnen: „Nach der Rückkehr aus dem Urlaub stellten die Eigentümer einen Einbruch in ihr Haus fest.“ Mit einem Schlag ist dann die Erholung für die Katz, die Räume sind durchwühlt, die Wertsachen futsch und der Albtraum ist wahr geworden!

Und damit dieses Szenario nicht eintritt, sollten die Bochumer, Herner und Wittener schon einige Tage vor der Abreise aus „Unserem Revier“ alles tun bzw. vermeiden, um potenzielle Einbrecher anzulocken.

So versuchen die Kriminellen in der Regel herauszufinden, welche Häuser und Wohnungen gerade verlassen sind und wer für längere Zeit Urlaub macht.

Man sollte Angehörige oder Nachbarn bitten, die Rollladen tagsüber zu öffnen und abends wieder zu schließen. Darüber hinaus empfehlen wir, dass Vertrauenspersonen zu den Abholterminen die Abfalltonnen an die Straße stellen und auch mal die Rasenflächen im Vorgarten mähen. Gerade wucherndes Grün in einer gepflegten Siedlung sendet unmissverständliche Signale an die Kriminellen aus.

Über die tägliche Leerung des Briefkastens müssen wir hier eigentlich nicht mehr sprechen. Auch raten wir dringend davon ab, Schlüssel im Außenbereich zu deponieren, denn von der Fußmatte bis zum Blumentopf – Einbrecher kennen jedes Versteck. Grundsätzlich ist es immer gut, wenn der Nachbar diesen Schlüssel hat und zudem ein wachsames Auge auf Haus und Hof hält. Und was ist bei verdächtigen Feststellungen zu tun? Natürlich sofort die Polizei rufen – über den Notruf „110“! Die Amerikaner nennen das „Neighbourhood-Watching“ und fahren nicht schlecht damit.

Wertvoller Schmuck und Bargeld sind an einem sicheren Ort oder in einem Bankschließfach zu deponieren. Ein paar Euro in eine Zeitschaltuhr zu investieren, um das Haus zeitweise zu beleuchten, halten wir für durchaus sinnvoll. Der Einbrecher wird bei seinem kriminellen Tun immer das dunkle dem beleuchteten Gebäude vorziehen.

Der Anrufbeantworter ist natürlich neutral zu besprechen. Der Hinweis „Melde mich nach dem Urlaub“ lässt den kriminellen Testanrufer in die Hände klatschen. Das gilt auch für Hinweise auf die tolle mehrwöchige Ferienreise in den sozialen Netzwerken. Wir haben dort wahrlich nicht nur „Freunde“!

Ach ja, das voll bepackte Auto gehört am Vorabend der Abreise auch nicht unbedingt an den Straßenrand gestellt. Ich erinnere mich noch an dreiste Täter, die sogar einen reisefertigen, aber nicht gesicherten Wohnwagen einfach angehängt und weggezogen haben.

Damit soll es nun auch genug sein! Das Bochumer Polizeipräsidium wünscht seinen Bürgerinnen und Bürgern einen schönen und entspannten Sommerurlaub. „Fahren Sie bitte vorsichtig, genießen Sie Ihre Ferien und kommen gesund in ,Unser Revier‘ zurück!“

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Quelle: Presseportal