Bonn (ots) – In den Nachmittagsstunden des 16.04.2021 (Freitag) ergaunerten Telefonbetrüger in der Bonner Nordstadt mehrere 10.000 Euro mit einem Schockanruf:

Gegen 13:00 Uhr meldete sich eine Frau telefonisch bei der 58-Jährigen. Die weibliche Anruferin weinte und gab sich als eine nahe Angehörige aus. Die falsche Anruferin erklärte dann, dass sie einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Person ums Leben gekommen sei.
Nunmehr übernahm ein „Staatsanwalt“ das Telefonat und erklärte der Frau, dass ihre Angehörige aufgrund der Unfallverursachung einem Haftrichter vorgeführt werden soll. Um ihr die Haft zu ersparen, müsse nunmehr eine Kaution in Höhe von mehreren 10.000 Euro hinterlegt werden.

Die schockierte Angerufene begab sich daraufhin zu ihrer Bank und besorgte das geforderte Bargeld. Nach weiteren Telefonaten begab sie sich schließlich gegen 15:30 Uhr zu einem vereinbarten Treffpunkt auf der Bornheimer Straße. Im Bereich der „Automeile“ übergab sie schließlich einem Unbekannten, der sich als Mitarbeiter der Gerichtskasse ausgab, verabredungsgemäß das Bargeld.
Dieser entfernte sich dann auf der Bornheimer Straße zu Fuß in Richtung eines Baumarktes.

Die Geschädigte wurde anschließend von den Betrügern „zur Übergabe einer entsprechenden Quittung“ noch in eine Nebenstraße geleitet – die Telefonbetrüger meldeten sich jedoch nicht mehr.

Zu dem angeblichen „Mitarbeiter der Gerichtskasse“ liegen derzeit folgende Beschreibungsmerkmale vor:

ca. 30-35 Jahre alt

schwarze, kurze Haare
ca. 155 – 160 cm groß
füllige Statur
schwarze Jogginghose
weißes T-Shirt
schwarze Bomberjacke mit roten Applikationen
schwarze Kappe mit roten Applikationen

Angehörige informierten die Polizei. Die bislang durchgeführten Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen führten bislang nicht zur Festnahme von Tatverdächtigen.

Das zuständige Kriminalkommissariat hat die weitergehenden Ermittlungen zu dem Fall übernommen. Zeugen, die Beobachtungen mit einem möglichen Zusammenhang zu dem geschilderten Treffen im Bereich der Bornheimer Straße gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0228-150 mit der Kriminalwache in Verbindung zu setzen.

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