Ahlbeck (ots) –

Am 20.04.2022, gegen 00:30 Uhr, meldete ein Hinweisgeber über den Notruf der Polizei, dass er auf einem Caravanstellplatz in Ahlbeck zwei Fahrraddiebe auf frischer Tat ertappt hatte. Die beiden männlichen Personen waren gerade im Begriff, die Fahrräder vom Fahrradträger am Wohnmobil des Geschädigten zu entwenden. Dieser wurde von den Geräuschen geweckt, verließ anschließend sein Wohnmobil und sprach die beiden Täter an. Diese flüchteten anschließend zusammen mit einem dritten Täter vom Caravanstellplatz. Der Zeuge konnte die Täter und ihre Abgangsrichtung gut beschreiben, so dass umgehend eine polizeiliche Nahbereichsfahndung eingeleitet wurde.

Beamte der Gemeinsamen Diensteinheit (GDE) aus Landespolizei, Bundespolizei und Zoll konnten im Zuge der Nahbereichsfahndung anschließend drei männliche Tatverdächtige feststellen, auf die die Personenbeschreibungen passten. Sie hatten sich auf dem Gelände eines Supermarktes in der Swinemünder Chaussee in Ahlbeck aufgehalten. Beim Eintreffen der Beamten flüchtete ein Tatverdächtiger zunächst, er konnte aber wenig später gestellt werden.

Alle drei Männer wurden vorläufig festgenommen, um die Identität zweifelsfrei zu klären, da die Beschuldigten bei der ersten Befragung offenbar falsche Personalien angaben. Durch die erkennungsdienstliche Behandlung und dem Abgleich der Daten bei den polnischen Behörden konnten die Identitäten der drei Beschuldigten zweifelsfrei geklärt werden.

Bei den drei Beschuldigten handelt es sich um polizeilich bekannte polnische Staatsbürger im Alter von 32, 40 und 47 Jahren. Bei der Durchsuchung der Beschuldigten wurden mehrere Werkzeuge, die für Fahrraddiebstähle genutzt werden, aufgefunden. Darunter befanden sich unter anderem ein Bolzenschneider und eine Kombizange.

Zudem wurden bei den Beschuldigten betäubungsmittelähnliche Substanzen aufgefunden und einer der Beschuldigten führte ein Reizstoffsprühgerät griffbereit mit sich. Gegen die drei Beschuldigten wurde ein Strafverfahren wegen des versuchten Bandendiebstahls von Fahrrädern eingeleitet. Zudem wurden Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen des Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz eingeleitet.

Gegen einen der Beschuldigten liegen zudem zwei Haftbefehle vor, er wird noch heute in eine Justizvollzugsanstalt überführt. Die anderen beiden Beschuldigten werden nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen aus dem Gewahrsam des Polizeireviers Heringsdorf entlassen.

Der Erfolg der Polizei zeigt, dass Fahrraddiebe auf der Insel Usedom wieder aktiver sind. 2021 wurden auf der Insel Usedom insgesamt 390 Fahrräder gestohlen, 2020 waren es noch 192 Fahrräder. Dieser Unterschied lässt sich jedoch mit den Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die Schutzmaßnahmen (Einreisebestimmungen und Quarantänepflicht) zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auch im deutsch-polnischen Grenzgebiet der Insel Usedom erklären. Im Jahr 2019 wurden auf der Insel Usedom nämlich noch 609 Fahrräder gestohlen, 2018 waren es sogar 719 Räder.

Zudem nimmt der Anteil an gestohlenen E-Bikes kontinuierlich zu. Von den 390 entwendeten Fahrrädern im Jahr 2021, waren 161 E-Bikes. Das heißt im Jahr 2021 waren rund 41 Prozent aller gestohlenen Fahrräder am Ende E-Bikes. Im Jahr 2017 machten Elektroräder nur 5 Prozent aller gestohlenen Räder aus und 2019 waren es schon knapp 30 Prozent.

Durch den Diebstahl von Fährrädern auf der Insel Usedom ist im Jahr 2021 ein Schaden von rund 638.000 Euro entstanden, allein 420.000 Euro Schaden entfallen davon auf den Diebstahl von E-Bikes.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Anklam
Pressestelle
Ben Tuschy
Telefon: 03971 251-3040
E-Mail: pressestelle-pi.anklam@polizei.mv-regierung.de
Internet: http://www.polizei.mvnet.de
Twitter: https://twitter.com/PolizeiVG
Facebook: https://www.facebook.com/PolizeiVG

Original-Content von: Polizeiinspektion Anklam übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal