Bonn (ots) –

„Es geht darum, die Ukraine in ihrem Überlebensrecht, in ihrem Selbstverteidigungsrecht zu unterstützen“, sagt die Sicherheitsexpertin Claudia Major mit Blick auf die Waffenlieferungen und die finanzielle Unterstützung der Ukraine sowie die Wirtschaftssanktionen gegen Russland. „Es geht nicht darum, die Ukraine für einen Angriffskrieg zu befähigen, sondern es geht darum, dass sie im Vernichtungskrieg Russland widerstehen kann.“ In der Sendung „phoenix persönlich“ analysiert Dr. Claudia Major von der Stiftung Wissenschaft und Politik die strategischen Ziele Wladimir Putins, die Unterstützung für die Ukraine und die Gefahr eines Atomkrieges.

Die nuklearen Drohungen Russlands wertet Major als klares Signal an die westlichen Staaten, insbesondere auch an die USA. „Das heißt aus russischer Sicht ist dieser Hinweis „Haltet euch raus!“ ein wichtiger Hinweis, den man mit nuklearen Drohungen nochmal unterstreichen kann. Die zweite Idee dahinter ist, Angst und Sorge und Verwirrung in den westlichen Öffentlichkeiten zu schüren. Das nennt man die nukleare Erpressung.“ Allein das Sprechen über die Waffe sei schon eine Waffe an sich, so Major. „Denn es schürt natürlich Angst in den westlichen Öffentlichkeiten. Die Idee dahinter ist, dass wir – die westlichen Öffentlichkeiten – Druck auf unsere Regierungen ausüben und sagen, überlegt euch mal, wie sehr ihr die Ukraine unterstützt, brauchen wir wirklich die schweren Waffen, um damit wirklich Unruhe und Angst zu säen.“

Man müsse die nuklearen Drohungen ernst nehmen, sollte aber nicht in Panik verfallen, so Claudia Major. „Nuklearwaffen sind keine Kriegsführungswaffen. Sie sind gedacht als Abschreckungswaffen, sie sind gedacht, um dem Gegner zu signalisieren, wenn du mich angreifst, werden die Kosten für einen Angriff viel höher sein, als die Gewinne, die du dir erhoffst. Ein Angriff lohnt sich nicht, das sind also Kriegsverhinderungswaffen.“

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