Heidelberg (ots) –

Zum 11. Mal verlieh eine renommierte Fachjury im Rahmen des Deutschen Wundkongresses (DEWU) den von der Initiative Chronische Wunden (ICW) gestifteten Deutschen Wundpreis. So ging in diesem Jahr die Auszeichnung für die Kategorie „Praxis“ an das Heidelberger biopharmazeutische Unternehmen RHEACELL. Die Jury würdigte damit das Forschungsengagement und die daraus resultierende Entwicklung des ersten innovativen Stammzelltherapeutikums bei chronisch-venösen Wunden.

Multipotente Stammzellen – Durchbruch bei bisher unheilbaren chronischen Wunden?

Mit einer klaren Vision und einzigartigem Know-how auf dem Gebiet der innovativen Stammzellforschung und -produktion verfolgt Dr. Christoph Ganss, Arzt und Mitgründer von RHEACELL, seit über 15 Jahren mit seinem Team an Wissenschaftlern das Ziel, stammzellbasierte Arzneimittel zu entwickeln für Krankheiten mit hohem und bislang ungedecktem medizinischem Bedarf. Etwa für Patienten mit nicht heilenden chronisch-venösen Wunden, worunter allein in Deutschland über 80.000 Menschen leiden.[1] Ausgelöst durch eine Venenschwäche können Wunden entstehen, die über Jahre nicht mehr heilen. Nässende offene Stellen, heftige Schmerzen sowie eine Odyssee an Arzt- und Klinikbesuchen bestimmen oft den Alltag dieser Patienten.

Von der innovativen Stammzelltherapie profitieren besonders Patienten, deren Wunden nicht auf herkömmliche Therapien ansprechen und über Jahre nicht mehr abheilen. Dies kann mitunter zu massiven Komplikationen führen, von stationär behandlungsbedürftigen Wundinfektionen bis hin zur Sepsis oder im Extremfall auch einer notwendigen Amputation. Für diese schwer betroffenen Patienten, deren Lebensqualität massiv eingeschränkt ist, gab es bislang keine weiteren Therapiemöglichkeiten.

ABCB5-positive Stammzellen: einzigartige immunmodulatorische Eigenschaften

Weltweit wird seit Jahren intensiv mit Stammzellen geforscht, doch nur wenige haben es bisher in die klinische Anwendung geschafft. Das Heidelberger biopharmazeutische Unternehmen RHEACELL forscht seit 2005 an sogenannten mesenchymalen Stammzellen (MSCs). Im menschlichen Körper erzeugen MSCs vor allem Knochen, Knorpel und Fettgewebe. Im Labor können sie jedoch noch viele weitere Zelltypen hervorbringen. Im Fokus der RHEACELL-Forscher steht eine spezielle Gruppe von MSCs, die sogenannten ABCB5-positiven Stammzellen. Diese vielfältigen und wandlungsfähigen Zellen wirken entzündungshemmend, da sie in eine Wechselwirkung mit Immunzellen (Makrophagen, T-Zellen, B-Zellen) treten und das vormals entzündungsfördernde Umfeld zum Positiven verändern. Somit erhält der Körper Unterstützung beim Selbstheilungsprozess.

In Zusammenarbeit mit weltweit führenden Experten arbeitet RHEACELL an einem umfassenden klinischen Entwicklungsprogramm für stammzellbasierte Therapien für Menschen mit entzündlichen, degenerativen Erkrankungen, für die es bislang keine oder nur unzureichende Behandlungsoptionen gab. Ein erster Meilenstein auf diesem Weg gelang 2021 mit der Genehmigung und Markteinführung des ersten Stammzelltherapeutikums bei chronischen Wunden.

Deutscher Wundpreis 2022 – Ansporn für Forscher und Entwickler im Dienst der Patienten

Bereits zum 11. Mal vergab eine Fachjury im Rahmen des Deutschen Wundkongresses den von der Initiative Chronische Wunden (ICW) gestifteten Deutschen Wundpreis. Der mit 1.000, – EUR dotierte Preis für die Kategorie „Praxis“ ging in diesem Jahr an das biopharmazeutische Unternehmen RHEACELL aus Heidelberg für das von Dr. Andreas Hüllen eingereichte Poster „ABCB5+ mesenchymale Stromazellen (MSCs) – ein neuartiger Behandlungsansatz bei therapierefraktären chronischen Wunden“.

Mit der Auszeichnung würdigte die Jury die Leistung des Heidelberger Stammzell-Pioniers bei der Erforschung und Entwicklung der ersten innovativen Stammzelltherapie bei chronisch-venösen Wunden.

STATEMENTS

Dr. Christoph Ganss, Arzt, Mitbegründer und Geschäftsführer

von RHEACELL (Portraitbild unter https://www.ticeba.com/de/team)

„Die Erkenntnisse über die Art und Weise, wie unsere ABCB5+-Stammzellen Entzündungsvorgänge modulieren können, bestärkt uns darin, die Entwicklungsprogramme auch für andere lebensbedrohliche Entzündungskrankheiten voranzutreiben. Die Auszeichnung mit dem Deutschen Wundpreis und die positiven Rückmeldungen von behandelnden Ärzten und Patienten zum Erfolg der ersten, nun verfügbaren Zelltherapie bei chronisch-venösen Wunden spornt uns dabei in besonderem Maße an.“

Dr. Andreas Hüllen, Produktmanager bei RHEACELL und Autor des mit dem Deutschen Wundpreis 2022 prämierten Posters in der Kategorie „Praxis“

„Der Preis motiviert uns in doppelter Hinsicht: Zum einen, wissenschaftliche Erkenntnisse der Stammzellforschung noch schneller in die Praxis zu übertragen und so die Versorgung und Lebensqualität von Patienten mit chronisch-venösen Wunden zu verbessern. Zum anderen unser Entwicklungsprogramm auch für weitere seltene Entzündungskrankheiten voranzutreiben, die von unseren innovativen Zelltherapien profitieren könnten.“

[1] Rabe E, Pannier-Fischer F, Bromen K et al. (2003) Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie – Epidemiologische Untersuchung zur Frage der Häufigkeit und Ausprägung von chronischen Venenkrankheiten in der städtischen und ländlichen Wohnbevölkerung. Phlebologie 32: 1-14

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