Mainz (ots) – In Indien spielt sich nicht nur eine menschliche Tragödie ab, die uns an die schrecklichen Bilder aus Bergamo und New York vom Beginn der Pandemie im März 2020 erinnert. Das Beispiel Indien zeigt uns auch, wie gefährlich es sein kann, sich angesichts sinkender Infektionszahlen zu schnell in Sicherheit zu wiegen, während sich gleichzeitig unberechenbare Virus-Mutationen verbreiten. Indien und die neue Mutante B.1.617 sind keinesfalls weit weg von Europa – ebensowenig wie damals Wuhan, wo die Pandemie ihren Anfang nahm. Das Virus mit all seinen Mutationen fliegt trotz Test- und Maskenpflicht für Flugreisende nach wie vor um die Welt. Die katastrophale Pandemieentwicklung in Indien zeigt deshalb erneut, dass angesichts der globalen Gefahr die Impfgeschwindigkeit weltweit Fahrt aufnehmen muss; dass Impfstoff schneller als bisher weltweit zur Verfügung stehen muss. Das bedeutet auch, dass die Diskussion über die Freigabe von Patenten, wie sie von Hilfsorganisationen und mehr als hundert Mitgliedsländern der Welthandelsorganisation gefordert werden, ernsthaft geführt werden muss – anstatt, wie bisher, dem erwartbaren Druck der Pharmaindustrie nachzugeben. Stattdessen verfügen nach wie vor nur einige wenige Länder über einen Großteil der Impfstoffe. Wo das Virus aber nahezu ungebremst wüten kann, nehmen die Mutationen zu und verbreiten sich weiter. Wir wissen mittlerweile, dass der Dreiklang aus Abstandhalten/Maske, Testen und Impfen der einzige Weg aus der Pandemie ist – und der gilt weltweit.

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