Berlin (ots) –

Auch in Berlin ist die Impfkampagne zum Erlahmen gekommen. Gerade einmal zwei Drittel der Berlinerinnen und Berliner sind gegen Corona geimpft und damit weitgehend vor schweren Krankheitsverläufen geschützt. Das reicht aber noch nicht, um die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Die Rechnung ist einfach: Wer nicht geimpft ist, trägt ein deutlich höheres Risiko, einen schweren Krankheitsverlauf durchzumachen. Bei aktuell noch über einer Million Ungeimpften in Berlin ist die Zahl möglicher Intensivpatienten sehr hoch. Zumal mit der Delta-Variante eine vielfach ansteckendere Virus-Mutation vorherrschend ist.

Nun soll noch einmal eine Offensive gestartet werden, einerseits durch neue, unbürokratische Impfangebote, andererseits durch mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene. Die Zeit dafür ist reif, weil es keine Gründe mehr dafür gibt, dass eine Mehrheit in der Gesellschaft unnötige Einschränkungen hinnimmt, aus Rücksicht auf weniger Impfmuffel.

Nun wird der Spieß umgedreht. Wer sich nicht impfen lässt, muss weiter Einschränkungen in Kauf nehmen, dafür erlangen Geimpfte und Genesene Freiheiten zurück. Jedenfalls ein wenig. Gastronomie, Hotellerie und Kulturveranstalter können ihre Häuser nur noch für Geimpfte und Genesene öffnen und im Gegenzug auf Einschränkungen verzichten.

18 Monate leben wir nun schon mit den Beschränkungen, und es wächst das Unverständnis darüber, sie weiter hinzunehmen, obwohl es nicht notwendig wäre. Am Ende muss sich die Vernunft gegen die Unvernunft durchsetzen. Notfalls mit Druck.

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