Straubing (ots) – Es gibt letztlich keinen zeitlichen Abstand mehr zu den Dingen, die medial angeboten werden. Das Internet ist die große Bühne des „live“, alles geschieht im Augenblick und zieht so die Aufmerksamkeit des Menschen exakt in das Hier und Jetzt. Die gerade wahrgenommene Welt ist jetzt genau meine Welt. Die Differenz von Welt und Medium wird verschwindend gering. Ist das gut so? Zeitungen machen das auf jeden Fall anders. Sie blicken auf den letzten Tag zurück und versuchen zu begreifen, was gestern oder vorgestern wichtig war. Gelesen werden sie zwar im Augenblick der Lektüre, aber selbst da bleibt der Abstand des Lesers zum Papier, das ihn zwar anspricht und um Aufmerksamkeit bittet, aber ihm doch auch den Raum des eigenen Denkens und Reflektierens überlässt und ihm so die Möglichkeit eines ruhigen und gelassenen Perzeptionsprozesses eröffnet. Papier ist geduldig und der Leser wird es oft auch und es tut ihm recht gut.

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