Frankfurter Rundschau (ots) – Eine Studie der WHO und der Internationalen Arbeitsorganisation ILO liefert erschreckende Zahlen. Demnach starben im Jahr 2016 weltweit rund 745 000 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weil sie zu viel gearbeitet haben. Menschen in Europa sind vor einem derartigen Risiko wegen der Arbeitsschutzregeln relativ gut geschützt. Wer europäische Standards auch in anderen Staaten zur Geltung verhelfen will, der sollte sich dafür einsetzen, dass der Bundestag das Lieferkettengesetz nicht weiter verwässert, sondern als wirkungsvolles Instrument verabschiedet. Dann müssen hiesige Firmen bei der Produktion ihrer Güter die Kernarbeitsnormen der ILO berücksichtigen. Dies sollte dazu beitragen, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter angemessen entlohnt werden und nicht zu viel arbeiten müssen. Wenn andere europäische Staaten mitziehen, entsteht eine Marktmacht, die vieles verändert. Das Lieferkettengesetz wird sicher nicht alle Missstände bei der Produktion beseitigen. Es ist aber ein Anfang.

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