Mainz (ots) –

Schon in neun Jahren soll nach dem Willen der Ampelkoalitionäre der Kohleausstieg geschafft worden sein. Politisch gesehen sind die Jahre bis 2030 indes ein langer Zeitraum, dessen Ende in der übernächsten Legislaturperiode liegt. Bis dahin kann sich an den Machtverhältnissen in Berlin noch viel ändern. Um das gesteckte Ziel zu erreichen, müssen die entscheidenden Weichen also von dieser Regierung gestellt werden. Dabei muss sie gleich mehrere Kunststücke fertig bringen. Erstens muss sie für unpopuläre Maßnahmen gesellschaftliche Mehrheiten finden. Zum Beispiel für den notwendigen massiven, aber polarisierenden Ausbau der Windkraft an Land. Oder für weitere Erhöhungen der CO2-Preise. Gleichzeitig müssen Forschung und Entwicklung von Stromspeichern massiv vorangetrieben werden. Denn auch bei den für 2030 anvisierten 80 Prozent erneuerbare Energien muss die Stromversorgung sicher sein – bei gleichzeitig deutlich steigenden Strombedarf durch Elektroautos. Zum Back-up auf Atomstrom aus unsicheren Meilern im Ausland zu setzen, kann jedenfalls kein Zukunftsmodell sein.

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