Frankfurt (ots) – Die Tatmadaw, wie Myanmars Streitkräfte genannt werden, scheinen gewillt, das Land wieder in die Isolierung zu führen. Sie rechtfertigen dies mit „Betrug“ bei den Parlamentswahlen im November. Diese endeten mit einer Blamage für die Militärpartei USDP. Kenner des Landes sind überzeugt, dass Aung San Suu Kyi „eine rote Linie“ überschritten haben muss. Womöglich handelt es sich um Pläne für eine Verfassungsänderung, wegen denen es bereits 2018 heftigen Ärger gegeben hatte. Die 2008 von den Militärs erlassene Konstitution, die eine Art „kontrollierte Demokratie“ in Myanmar einführte, sollte laut Aung San Suu Kyis Partei NLD demokratischer werden. Die Generäle, das zeigt die Machtübernahme, wollen lieber zurück zu alten Zeiten der Diktatur.

Pressekontakt:

Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

Original-Content von: Frankfurter Rundschau übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal