Bonn/Erfurt (ots) –

Bonn/Erfurt , 25. Juni 2022. Der neugewählte Ko-Parteivorsitzende der Linken, Martin Schirdewan, gab zu, dass die Linke als feministisch eingestellte Partei in der Vergangenheit Fehler gemacht habe. „Wir haben da in der Vergangenheit ganz klar unseren Anspruch als linke, als feministische Partei verfehlt. Es ist keine Ausrede, dass patriarchale Strukturen in der Gesellschaft natürlich Machtverhältnisse hervorbringen, die insbesondere auch zu sexualisierter Gewalt gegenüber Frauen führen“, so Schirdewan im phoenix-Interview direkt nach seiner Wahl an die Parteispitze der Linken. „Das hätte bei uns nicht passieren dürfen und wir müssen jetzt alle Maßnahmen ergreifen, sowohl auf einen strukturellen als auch auf einen kulturellen Wandel hinzuarbeiten, dass das nicht mehr passiert.“

Der früheren Fraktionsvorsitzenden der Linken Sahra Wagenknecht, die auf dem Parteitag nicht anwesend war, will Schirdewan trotz ihrer scharfen Kritik am Kurs der bisherigen und wieder gewählten Ko-Vorsitzenden Janine Wissler, wie jedem anderen Parteimitgliedern begegnen. „Sahra Wagenknecht ist eins von 60.000 Parteimitgliedern. Unsere Partei lebt davon, dass sich 60.000 Mitglieder aktiv in die politische Arbeit einbringen, da zählt sie, so wie die 59.999 anderen.“

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