WIESBADEN (ots) – Importpreise, Januar 2021

+1,9 % zum Vormonat

-1,2 % zum Vorjahresmonat

Exportpreise, Januar 2021

+0,9 % zum Vormonat

+0,1 % zum Vorjahresmonat

Die Importpreise waren im Januar 2021 um 1,2 % niedriger als im Januar 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im Dezember 2020 bei -3,4 % gelegen, im November 2020 bei -3,8 %. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2020 stiegen die Importpreise im Januar 2021 überdurchschnittlich an, und zwar um 1,9 %. Dazu haben vor allem die Preissteigerungen bei Energie und Metallen beigetragen. Eine Vormonatsveränderung in dieser Höhe hatte es zum letzten Mal im Dezember 2010 gegeben.

Nach wie vor starker Preisrückgang bei Energie im Vorjahresvergleich

Der Rückgang der Importpreise gegenüber Januar 2020 war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie beeinflusst. Energieeinfuhren waren im Januar 2021 um 13,1 % billiger als im Januar 2020, stiegen aber gegenüber dem Vormonat deutlich um 8,6 %. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdöl mit einem Minus von 20,4 %. Dagegen lagen die Preise für elektrischen Strom 50,2 % und für Erdgas um 7,7 % über denen von Januar 2020.

Der Importpreisindex ohne Energie war im Januar 2021 um 0,3 % höher als im Januar 2020 (+1,3 % gegenüber Dezember 2020). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 0,5 % über dem Stand des Vorjahres (+1,4 % gegenüber Dezember 2020).

Starker Preisanstieg bei Eisen und Stahl im Vorjahresvergleich

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter stiegen im Januar 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 %. Gegenüber Januar 2020 verteuerten sich vor allem Eisenerze (+36,2 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+9,0 %) deutlich. Dagegen waren unter anderem elektronische Bauelemente (-9,1 %) billiger als im Vorjahresmonat.

Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Januar 2021 um 0,9 % unter denen von Januar 2020. Während unter anderem Tablets (-5,2 %) und Smartphones (-3,6 %) zu niedrigeren Preisen importiert wurden, waren Notebooks (+2,2 %) teurer als im Januar 2020.

Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 %, Gebrauchsgüter um 1,2 % billiger. Gegenüber dem Vormonat verteuerten sie sich allerdings um 0,4 % beziehungsweise 0,1 %.

Die Preise für landwirtschaftliche Güter lagen 0,8 % unter denen von Januar 2020, stiegen aber gegenüber Dezember 2020 deutlich (+5,1 %). Während sich insbesondere lebende Schweine (-49,4 %) und Nüsse (-22,1 %) gegenüber dem Vorjahresmonat stark verbilligten, wurden vor allem Rohkaffee (+11,7 %) und Getreide (+10,1 %) zu höheren Preisen importiert.

Veränderungen der Exportpreise Januar 2021

Der Index der Exportpreise lag im Januar 2021 um 0,1 % über dem Stand von Januar 2020. Im Dezember und im November 2020 hatte die Jahresveränderungsrate jeweils bei -0,6 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2020 stiegen die Exportpreise im Durchschnitt um 0,9 %.

Krisenmonitor ermöglicht Vergleich zwischen Corona-Krise und Finanz- und Wirtschaftskrise

Die Importpreise sind auch Teil des „Krisenmonitors“ (www.destatis.de/krisenmonitor), mit dem das Statistische Bundesamt die Entwicklung wichtiger Konjunkturindikatoren in der Corona-Krise und in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gegenüberstellt. Der Krisenmonitor ergänzt die Sonderseite „Corona-Statistiken“ (www.destatis.de/corona), die statistische Informationen zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bündelt. Detaillierte Informationen zu den Statistiken der Ein- und Ausfuhrpreise enthält die Fachserie 17, Reihe 8.1 und 8.2.

Lange Zeitreihen können außerdem unter anderem über die Tabellen Einfuhrpreise (61411-0002 und 61411-0006) und Ausfuhrpreise (61421-0002 und 61421-0006) in der Datenbank GENESIS-Online bezogen werden.

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Quelle: Presseportal