Berlin (ots) –

Die Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken hat analysiert, wo in Deutschland die meisten renovierungsbedürftigen Gebäude stehenIn Niedersachsen stehen die meisten Immobilien mit ModernisierungsstauIm ländlichen Raum und in Kleinstädten ist der Sanierungsbedarf am höchsten

Die Instandhaltung von Immobilien ist meist umweltfreundlicher als ein Neubau. Die Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken (www.betoninstandsetzer.de) hat daher über 3.600 Immobilienanzeigen analysiert und herausgefunden, wo besonders viele Gebäude mit Modernisierungsbedarf stehen. Mehr als jede zweite (65,85 Prozent) sanierungsfähige Immobilie steht in ländlichen Gemeinden und Kleinstädten. 943 und damit die meisten Anzeigen beziehen sich auf Liegenschaften in Niedersachsen und Bayern.

Großer Modernisierungsbedarf im ländlichen Raum und in Kleinstädten

Von den untersuchten 3.631 Anzeigen wurden die meisten in Landgemeinden und Kleinstädten aufgegeben. 2.904 (65,85 Prozent) der renovierungsbedürftigen Immobilien stehen in Orten mit unter 20.000 Einwohnern. In mittelgroßen Städten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern stehen 19,64 Prozent oder 713 der deutschen Gebäude mit Sanierungsbedarf. Im Stadtbild von Großstädten mit über 100.000 Einwohnern befinden sich mit 527 (14,51 Prozent) Inseraten die wenigsten Liegenschaften, die vor dem Bezug renoviert werden müssen.

Niedersachsen und Bayern sind besonders baufällig

Mit 493 von 3.631 untersuchten Anzeigen stehen die meisten sanierungsfähigen Immobilien in Niedersachsen. An zweiter Stelle des Rankings steht Bayern mit 450 Inseraten. Sachsen hat den dritthöchsten Modernisierungsstau mit 350 renovierungsbedürftigen Immobilien.

In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen stehen die wenigsten Immobilien, die vor dem Bezug saniert werden müssen. 17 Anzeigen und damit die wenigsten wurden in Hamburg aufgegeben. Auf 43 Immobilien mit Modernisierungspotenzial kommt Bremen. In Berlin stehen 99 Immobilien mit Renovierungsbedarf zum Verkauf.

Im Vergleich der neuen Bundesländer mit den alten schneidet Ostdeutschland mit 1.119 (30,82 Prozent) Anzeigen gegenüber Westdeutschland mit 2.512 Inseraten (69,18 Prozent) wesentlich besser ab. Zu beachten ist hier jedoch, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung in den neuen Bundesländern lebt.

Dipl.-Ing. Marco Götze, Vorsitzender der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken kommentiert die Ergebnisse der Analyse: „Der Bausektor ist für einen enormen Anteil der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. In der Regel ist eine Instandsetzung aber wesentlich klimafreundlicher, als der Abriss und Neubau eines Gebäudes. Deswegen empfiehlt es sich, Gebäude möglichst lang zu nutzen und in regelmäßigen Abständen zu modernisieren. Die Betoninstandsetzung ist dabei ein zentrales Instrument, um bestehende Bausubstanz möglichst lang zu erhalten.“

Alle Daten der Untersuchung können hier eingesehen werden.

Über die Untersuchung

Die Untersuchung wurde mithilfe von Daten des Anzeigenportals eBay Kleinanzeigen am Stichtag 07. Dezember 2021 durchgeführt. Auf dem Portal wurden in der Kategorie „angebotene Immobilien“ mit den Stichwörtern „renovierungsbedürftig“, „sanierungsbedürftig“ und „modernisierungsbedürftig“ 3.631 Anzeigen erfasst.

Über die Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken

In der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken e.V. (ib) haben sich neun Landesgütegemeinschaften und die Bundesgütegemeinschaft Betonflächeninstandsetzung (BFI) zusammengeschlossen. Unterstützt werden sie durch Unternehmen, die dem Verein „Deutsche Bauchemie e.V.“ angehören sowie durch Einzelmitglieder. Ziel der Gemeinschaft ist es, mit der Betoninstandsetzung eine langfristige Werthaltigkeit von Bausubstanz zu sichern und Gefahren aus Mängeln der Bausubstanz abzuwehren. Diesem Ziel haben das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) durch Anerkennung der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken bzw. ihrer Prüfstelle Rechnung getragen. Mit dem Portal Betoninstandsetzer.de verfolgt der Verein außerdem das Ziel, mehr Menschen für die Aus- und Weiterbildung zu gewinnen.

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Quelle: Presseportal