Bad Wörishofen (ots) –

Rückzahlungen von Corona-Hilfen könnten im Friseurhandwerk nachträglich eine Insolvenzwelle auslösen. Die Lage sei angesichts der aktuellen Corona-Lage sehr angespannt. „2G-Plus oder gar 2G plus PCR würden unserer Branche das Genick brechen“, sagte die neu gewählte Branchenpräsidentin Manuela Härtelt-Dören.

„Wir dürfen nicht wieder geschlossen werden“, forderte Manuela Härtelt-Dören im Gespräch mit der ‚Deutschen Handwerks Zeitung‘ (DHZ). Mit einer 3G- oder 2G-Regel könnten die Betriebe leben, nicht aber mit zusätzlichem Testnachweis. „Die Kunden machen das nicht mit, das käme einem Lockdown gleich.“

Die neu gewählte Präsidentin warnte vor ungerechten Berechnungsgrundlagen für die Rückerstattung von Corona-Hilfen. Nach dem Lockdown hätten die Betriebe zwar gute Umsätze gehabt. „Aber man kann nicht aufgrund der drei Monate, in denen es uns gut gegangen ist, alles zurückfordern für die Monate, in denen wir überhaupt keine Einnahmen hatten. Da muss man schon das ganze Jahr veranschlagen.“ Sonst bestünde die Gefahr von Insolvenzen im Nachgang.

Die von der Ampelkoalition angekündigte Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro füge der Tarifautonomie schweren Schaden zu. Die Betriebe könnten den Mindestlohn und die darüber liegenden Entgelte nicht mit Preiserhöhungen auffangen. „Da haben wir schon jetzt eine Grenze erreicht. Der Mindestlohn wird strukturgefährdende Folgen für die Branche haben.“

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks vertritt die Interessen von rund 81.000 Betrieben mit mehr als 240.000 Beschäftigten, die einen Jahresumsatz von über 7 Milliarden Euro erwirtschaften.

Das Interview in voller Länge unter dhz.net/friseure

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