Münster (ots) – Eines der grundlegendsten Verbraucherrechte ist das Recht auf Sicherheit. Die Überwachung des internationalen Warenverkehrs nach oder aus Deutschland trägt hierzu erheblich bei und findet nicht nur an der Grenze, sondern auch an den Zollämtern im Binnenland statt.

Stellt der Zoll dabei bedenkliche Waren fest, werden diese der jeweiligen Fachbehörde zur Prüfung übergeben. Wenn die Waren nicht gesetzeskonform oder sogar gefährlich sind, werden sie aus dem Verkehr gezogen, um die Bürger und Bürgerinnen vor Schaden zu bewahren. Zu Unrecht verwendete Prüfsiegel, unsicheres Kinderspielzeug oder nicht zugelassene Arzneimittel sind nur einige Beispiele, warum der Zoll bei den Kontrollen genau hinschaut und eng mit den Fachbehörden zusammenarbeitet.

Häufig handelt es sich bei solchen Waren auch um Produktfälschungen. Für solche Produkte übernehmen die anonymen Hersteller weder Haftung noch Verantwortung. „Verbraucher sind stets gut beraten, Originalprodukte zu kaufen, bei denen die Hersteller eine Garantie bieten und die Waren vor allem nicht zur versteckten Gefahr für Gesundheit und Leben werden“, so Verena John, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Münster.

So wurden im vergangenen Jahr im Zollamt Eulerstraße, das zum Hauptzollamt Münster gehört, mehrfach gefälschte Smartwatches, tragbare Musikspieler und gefälschte Handy- bzw. Tablethüllen aus dem Verkehr gezogen. Auf Wunsch des Markeninhabers wurden diese Artikel vernichtet – die Käuferinnen und Käufer erhalten den Kaufpreis in der Regel nicht zurück.

Auch die anderen Zollämter im Bezirk des Hauptzollamtes Münster verhindern regelmäßig, dass gefälschte oder unsichere Produkte ins Land kommen. Anfang Dezember des vergangenen Jahres stoppte zum Beispiel das Zollamt Rheine die Einfuhr von 122 E-Bikes und der dazugehörigen Akkus. Aufgrund der fehlenden CE-Kennzeichnung konnte die Sicherheit der Produkte nicht gewährleistet werden. Die erforderliche Bedienungsanleitung auf Deutsch sowie die verpflichtende Angabe eines Ansprechpartners in Deutschland bzw. der Europäischen Union fehlten ebenfalls. Nur einige wenige Elektroräder, für die der Hersteller im Nachhinein doch noch die nötigen Nachweise erbringen konnte, durften deshalb eingeführt werden. Der Rest wurde durch den Hersteller in Nicht-EU-Länder mit anderen Sicherheitsanforderungen verschickt. Die Bußgeld- und strafrechtliche Verfolgung des Falls übernahm die Bezirksregierung Münster als zuständige Behörde.

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Hauptzollamt Münster
Verena John
Telefon: 0251/4814-1306
E-Mail: presse.hza-muenster@zoll.bund.de
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Quelle: Presseportal