Bremen (ots) –

Am Sonntag, 13. Dezember 2020 hat der Zoll bei einer Kontrolle eines 
mit zwei Insassen besetzten Transporters auf einem Rastplatz an der 
A1 bei Brinkum rund 715 Liter Champagner sichergestellt. Der 
zweiunddreißigjährige Beifahrer gab an, auf dem Weg nach Schweden zu 
sein und die Flaschen in Frankreich für seine bevorstehende Hochzeit 
erworben zu haben. Die Zöllner gaben sich mit der Erklärung aber 
nicht zufrieden. Bei einer eingehenden Überprüfung der Ware stellten 
sie anhand eines Vergleichs der Flaschenetiketten und Internetseiten 
fest, dass der Beifahrer mit dieser Champagnermarke offensichtlich 
Handel treibt. Die notwendigen steuerrechtlichen Begleitpapiere 
konnte er nicht vorweisen. 
"Champagner unterliegt der Schaumweinsteuer, die in der EU 
unterschiedlich hoch ist. Reisende ohne kommerzielle Absichten können
Schaumwein innerhalb der EU ungehindert kaufen und transportieren. 
Wir gehen bis zu einer Menge von 60 Litern pro Person grundsätzlich 
von einer nichtkommerziellen Nutzung aus", erläutert Nicole Tödter, 
Leiterin des Hauptzollamts Bremen. "In kommerziellen Fällen findet 
die Versteuerung des Schaumweins erst im EU-Bestimmungsland statt. 
Der Steuerbehörde des Bestimmungslandes sind die entsprechenden 
Mengen in einem vorgeschriebenen Verfahren mitzuteilen. Im 
vorliegenden Fall hat die Steuerbehörde in Schweden anscheinend keine
Kenntnis erhalten. Somit liegt der Verdacht einer versuchten 
Steuerhinterziehung vor", so Tödter weiter. 
Gegen den Beifahrer wurde ein Steuerstrafverfahren eröffnet. Die 
fälligen Steuern in Höhe von fast 1.000 Euro mussten noch vor Ort 
entrichtet werden. Für die zu erwartende Geldstrafe wurde zudem eine 
Sicherheit von rund 800 Euro hinterlegt. Der Champagner wurde 
sichergestellt. 

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