Dresden (ots) –

Das Hauptzollamt Dresden, das Landeskriminalamt Sachsen, die 
Polizeidirektion Leipzig, die Bundespolizei und die Steuerfahndung 
führten am 09. Juni 2022 umfangreiche Exekutivmaßnahmen in Leipzig 
und Taucha durch. 
 
Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte im Bereich der 
Eisenbahnstraße sowie der Georg-Schumann-Straße 16 Objekte, darunter 
Gastronomiegewerbe wie Bistros, Spätverkaufe und Shishabars. 
Zeitgleich realisierte die Steuerfahndung in 7 Objekten 
Durchsuchungsbeschlüsse wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

Die Beamtinnen und Beamten kontrollierten insbesondere die 
ordnungsgemäße Zahlung des vorgeschriebenen Mindestlohns, die 
Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten, den 
unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen sowie die illegale 
Beschäftigung von Ausländern, unerlaubter Aufenthalt und 
Steuerhinterziehung.
In diesem Zusammenhang wurden bestehende Durchsuchungsbeschlüsse 
umgesetzt und Kontrollen durchgeführt. 

Vor Ort ergaben sich in mehreren Fällen Verdachtsmomente, die im 
Nachgang einer weiteren Prüfung durch den Zoll bedürfen. Die 
Zöllnerinnen und Zöllner leiteten Verfahren wegen unerlaubter 
Arbeitnehmerbeschäftigung, Verstößen gegen die Sofortmeldepflicht 
sowie Verstößen gegen Pflicht zum Führen von Stundenaufzeichnungen 
ein. Darüber hinaus vereitelten sie einen Fluchtversuch während der 
Kontrollmaßnahmen und beschlagnahmten 4,6 Kilogramm Shishatabak. 

Im Zuge der Prüfung wurden weiterhin 30 Cliptütchen sowie mehrere 
Päckchen mit Rauschgift, ein gestohlener Elektroroller, zwei 
gestohlene Fahrräder sowie zwei Dolche aufgefunden. Die Sachverhalte 
wurden der zuständigen Landespolizei übergeben.

Insgesamt waren an dem Einsatz etwa 270 Beamtinnen und Beamte 
beteiligt. 

Hintergrundinformation:
Die regelmäßigen Prüfungen des Zolls und die damit einhergehende 
präventive Wirkung sind ein wichtiges Instrument zur Senkung der 
gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler 
Beschäftigung. 

Im Jahr 2021 prüfte das Hauptzollamt Dresden ca. 1.400 Arbeitgeber 
und leitete etwa 4.000 Strafverfahren ein. Insgesamt ermittelte die 
Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Dresden eine 
Schadenssumme von 31,4 Mio. Euro. Bundesweit deckten die Ermittlungen
des Zolls einen Schaden von etwa 789 Millionen Euro auf.

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Hauptzollamt Dresden
Pressestelle
Maximilian Hempel
Telefon: 0351 – 8161 – 1048
E-Mail: presse.hza-dresden@zoll.bund.de
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Quelle: Presseportal