Berlin (ots) –

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) fordert einen Wechsel der Impfstrategie gegen das Coronavirus. Statt, wie bislang, Angebote zu schaffen und darauf zu setzen, dass die Menschen diese wahrnehmen, will Giffey die aufsuchende Arbeit stärken. „Einige Menschen erreichen wir nicht über die gängigen Kommunikationswege. Wir müssen dahin gehen, wo sie sind“, sagte Giffey im Interview mit dem Tagesspiegel (Sonntagsausgabe). Als Beispiele nannte sie Familienzentren, Stadtteilzentren und Gemeindezentren und erklärte weiter: „Wir müssen auch diejenigen ansprechen, bei denen es leider noch große Vorbehalte, Uninformiertheit oder im schlimmsten Fall Falschinformation gibt.“ Nur wenn diese Menschen erreicht würden, kann die Quote der Erstimpfungen weiter steigen. Das sei aktuell das wichtigste Ziel, erklärte Giffey.

Konkret kündigte sie an, in Zusammenarbeit mit Multiplikatoren wie den Stadtteilmüttern, Integrationslotsen, Moscheen und Gemeinden an bislang ungeimpfte Menschen herantreten zu wollen. Es gehe darum, „die Leute zu erreichen, die nicht täglich den Tagesspiegel lesen“, sagte Giffey und fragte: „Wie kommen wir an wirklich alle Berlinerinnen und Berliner ran? Wie räumen wir mit der Mär auf, dass das Impfen impotent oder unfruchtbar macht?“ Darüber müsse man reden, sagte Giffey und erklärte: „Wir müssen jetzt alle Wege gehen, die dazu beitragen können, eine höhere Impfquote zu erreichen.“

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