Vaduz (ots) –

Im Herbst hat Liechtenstein an der zweiteiligen, nationalen Tierseuchenübung NOSOS mit der Schweiz teilgenommen. Dem Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen stellte sich dabei die Aufgabe, einen fiktiven Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in der Wildschweinpopulation zu bearbeiten. Die Afrikanische Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich, stellt aber eine grosse Bedrohung für Schweinebetriebe dar. Sie grassiert momentan in Osteuropa und schreitet weiter Richtung Westen bis in den Osten Deutschlands voran. In Liechtenstein gibt es momentan kein Standwild bei den Wildschweinen.

Zusammenarbeit mit Bund und Nachbarkantonen funktioniert

Geprüft wurden in einer dreitägigen Stabsübung die Abläufe bei der Reaktion auf die Krise in Liechtenstein sowie die Zusammenarbeit mit den benachbarten Veterinärämtern von St. Gallen und Graubünden und dem Bund. Ebenso wurden im Rahmen der Übung die organisatorischen und digitalen Kapazitäten wie die digitalen Tools zur Datenbearbeitung geprüft. Die Federführung der Krisenübung lag beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).

Auswirkungen der Seuchenlage beachtlich

Für Liechtenstein zeigt sich, dass die Zusammenarbeit zwischen Ämtern und dem Landesführungsstab bei einer komplexen Tierseuche wie der Afrikanischen Schweinepest sehr wichtig ist. Dabei zeigen sich der gute Austausch zwischen den beteiligten Partnern und die kurzen Wege in Liechtenstein als vorteilhaft. Mit der Afrikanischen Schweinepest wurde eine sehr komplexe Tierseuche bearbeitet. Massnahmen zur Eindämmung eines Ausbruchs, wie die Beschränkung oder das Verbot der Jagd, die Beschränkung des Waldzugangs und von Forstarbeiten sowie das Ernteverbot von Futtermitteln zeigen eindrücklich, wie einschneidend und vielschichtig die Thematik ist und wie schnell damit eine grössere gesellschaftliche Dimension erreicht wird.

Eine Aufarbeitung der Übung auf verschiedenen Ebenen wird das Verbesserungspotential aufzeigen, damit Liechtenstein zusammen mit den Kantonen und dem Bund im Ernstfall gewappnet ist.

Pressekontakt:

Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen
Werner Brunhart, Landestierarzt
T +423 236 73 18

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Quelle: Presseportal