WIESBADEN (ots) – Exporte, Mai 2021

109,4 Milliarden Euro

+0,3 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)

+36,4 % zum Vorjahresmonat

Importe, Mai 2021

97,1 Milliarden Euro

+3,4 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)

+32,6 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, Mai 2021:

12,3 Milliarden Euro

12,6 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, Mai 2021

13,1 Milliarden Euro

Im Mai 2021 sind die Exporte in Deutschland gegenüber April 2021 kalender- und saisonbereinigt um 0,3 % und die Importe um 3,4 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt 0,3 % niedriger und die Importe 9,4 % höher als im Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Im Mai 2021 wurden von Deutschland Waren im Wert von 109,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 97,1 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2020 stiegen die Exporte im Mai 2021 um 36,4 % und die Importe um 32,6 %. Dieser Anstieg begründet sich vor allem durch das niedrige Außenhandelsniveau des Vergleichsmonats (Basiseffekt).

Die Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2021 mit einem Überschuss von 12,3 Milliarden Euro ab. Im Mai 2020 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz

7,0 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im Mai 2021 bei 12,6 Milliarden Euro.

Die deutsche Leistungsbilanz schloss unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel (+14,4 Milliarden Euro), Dienstleistungen (+1,2 Milliarden Euro), Primäreinkommen (-0,1 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-2,4 Milliarden Euro) im Mai 2021 mit einem Überschuss von 13,1 Milliarden Euro ab. Im Mai 2020 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 7,1 Milliarden Euro ausgewiesen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Mai 2021 Waren im Wert von 60,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 52,9 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Mai 2020 stiegen die Exporte in die EU-Staaten um 43,3 % und die Importe aus diesen Staaten um 38,1 %. In die Staaten der Eurozone wurden im Mai 2021 Waren im Wert von 41,9 Milliarden Euro (+40,2 %) exportiert und Waren im Wert von 36,4 Milliarden Euro (+36,9 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Mai 2021 Waren im Wert von 18,7 Milliarden Euro (+50,8 %) exportiert und Waren im Wert von 16,5 Milliarden Euro (+40,8 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) wurden im Mai 2021 Waren im Wert von 48,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 44,3 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Mai 2020 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 28,7 % und die Importe von dort um 26,5 % zu.

Außenhandel mit dem Vereinigten Königreich

Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen im Mai 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 46,3 % auf 5,0 Milliarden Euro. Die deutschen Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 26,2 % auf 2,7 Milliarden Euro zu.

Am 1. Januar 2021 trat der zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ausgehandelte Partnerschaftsvertrag vorläufig in Kraft. Mit dem Austritt aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion ist der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU endgültig vollzogen. Weitere Informationen zum Brexit sowie eine Auswahl statistischer Indikatoren, bei denen von einem Einfluss des Brexits auszugehen ist, bietet der „Brexit-Monitor“ des Statistischen Bundesamtes.

Außenhandel mit weiteren ausgewählten Staaten

Im Mai 2021 stiegen die Exporte in die Volksrepublik China gegenüber Mai 2020 um 17,1 % auf 8,4 Milliarden Euro. Die Exporte in die Vereinigten Staaten nahmen um 40,7 % auf 9,1 Milliarden Euro zu.

Die meisten Importe kamen im Mai 2021 aus der Volksrepublik China nach Deutschland. Von dort wurden Waren im Wert von 10,3 Milliarden Euro eingeführt (-4,4 % zum Vorjahresmonat). Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen im Mai 2021 um 32,6 % auf einen Wert von 5,9 Milliarden Euro.

Methodische Hinweise:

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen unabhängig. In der aktuellen Corona-Krise kann es durch die zeitweisen starken Rückgänge und Anstiege zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonats-/Vorquartalsvergleich und Vorjahresvergleich kommen. Um einen direkten Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird bis auf Weiteres in allen Pressemitteilungen zu Konjunkturindikatoren, die saisonbereinigt vorliegen, ein Vergleich zum Februar 2020 beziehungsweise zum 4. Quartal 2019 dargestellt.

Erste vorläufige Detailergebnisse nach Ursprungs-/ Bestimmungsländern und nach Kapiteln des Warenverzeichnisses für die Außenhandelsstatistik sind als Download verfügbar.

Krisenmonitor ermöglicht Vergleich zwischen Corona-Krise und Finanz- und Wirtschaftskrise

Die Außenhandelsstatistik ist auch Teil des „Krisenmonitors“ (www.destatis.de/krisenmonitor), mit dem das Statistische Bundesamt die Entwicklung wichtiger Konjunkturindikatoren in der Corona-Krise und in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gegenüberstellt.

Der Krisenmonitor ergänzt die Sonderseite Corona-Statistiken (www.destatis.de/corona), die statistische Informationen zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bündelt.

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

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