Maintal / Halle (S.) (ots) –

Anmoderationsvorschlag:

Der Tag der Deutschen Einheit 2021 ist anders: Zum ersten Mal vertreten neben der Bürgerdelegation auch je zwei Einheitsbotschafter ihr Bundesland.

Sprecher:

Den Tag der Deutschen Einheit feiern wir in diesem Jahr in Halle in Sachsen-Anhalt. Für Bayern ist als Einheitsbotschafterin Anneliese Göller aus Maintal bei Bamberg dabei.

Für sie ist nicht wichtig, woher jemand kommt; vieles hat sich seit der Wiedervereinigung angeglichen. Wichtig ist für Anneliese, dass unsere Demokratie funktioniert – sie ist die Grundlage der Einheit.

Ihren sechs Enkeln erzählt sie, wie es vor der Wiedervereinigung gewesen ist, war mit ihnen auch schon im Grenzmuseum Mödlareuth. Sie findet es wichtig, dass das nicht in Vergessenheit gerät. In Sachsen-Anhalt sorgt die Gedenkstätte deutsche Teilung dafür – gerade mit einer neuen Ausstellung. Ansehen kann sich Anneliese die, wenn sie zum Tag der Deutschen Einheit kommt.

Abmoderationsvorschlag:

Alle Infos zum Tag der Deutschen Einheit 2021 finden Sie auf der Homepage (https://tag-der-deutschen-einheit.de) und auf den Kanälen der Sozialen Netzwerke Facebook, Instagram, YouTube und Twitter. #TDE2021

Weitere Infos zu Einheitsbotschafterin Anneliese Göller:

Anneliese Göller (65) ist in Oberfranken, im Maintal nahe Bamberg aufgewachsen, natürlich auf einem Bauernhof. „Ich bin Bäuerin mit Leib und Seele“, sagt sie. Mit ihrer Tochter betreibt sie einen Ackerbaubetrieb. Im Ehrenamt macht sie sich für die Landfrauen stark. Als Orts- und Kreisbäuerin, später als Bezirksbäuerin von ganz Oberfranken. Von 2015 bis 2019 war sie Vizepräsidentin beim Deutschen LandFrauenverband, dem Zusammenschluss aller Landfrauenverbände deutschlandweit. Seit 2012 ist Anneliese Göller bayerische Landesbäuerin – ein echter Vollzeitjob.

Ich liebe Bayern wegen seiner vielfältigen Landschaft. Saftige Almen im Süden, Schlösser und Burgen an beinahe jeder Ecke – und natürlich die Weltkulturerbestadt Bamberg im schönen Oberfranken. Bayern hat eine starke Wirtschaft – und hier gibt es ein Drittel aller Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland.

Mein Bild von der DDR speiste sich lange aus einem Ausflug nach Berlin mit der Blaskapelle, in der ich damals spielte. Da war ich 15 Jahre alt. Die Fahrt über die Transitautobahn mit den Grenzanlagen, den scharfen Kontrollen und Panzersperren war für mich ziemlich einschüchternd. Von Westberlin konnte man über die Mauer in den Osten gucken. Da war gar nichts. Kaputte Häuser, kein Mensch auf der Straße. Jetzt bin ich als Landesbäuerin öfter in Berlin. Alles ist so vollkommen anders als damals. Hier spürt man das Gefühl von Freiheit.

Direkt nach der Wende hat an unserem Bauernhof ein Lehrling aus Thüringen angefangen. Er war geschickt und fleißig und ein wunderbarer Mensch. Von ihm haben wir damals eine Menge über den Osten erfahren. Wir sind auch heute noch in Kontakt. Er ist längst zurück in Thüringen, dort Chef einer Agrargenossenschaft.

Heute ist die Unterscheidung West und Ost nicht mehr wichtig. Es hat sich doch schon so vieles angeglichen. Wichtig ist, dass unsere Demokratie funktioniert. Schließlich ist das die Grundlage der Einheit.

Welche Personen ich besonders mit der Deutschen Einheit verbinde? Michail Gorbatschow und Helmut Kohl. Sie haben maßgeblich für die politischen Bedingungen gesorgt, dass das Zusammenwachsen überhaupt stattfinden konnte. Mit meinen sechs Enkeln war ich schon mehrfach im Grenzmuseum Mödlareuth. Hier kann ich ihnen zeigen, wie es vor der Wiedervereinigung war.

Pressekontakt:

Susanne Bethke
Projektleiterin Bundesratspräsidentschaft/
Tag der Deutschen Einheit 2021
Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
Hegelstraße 40 – 42, 39104 Magdeburg
+49 391 567 6666
presse@stk.sachsen-anhalt.de
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