Ulm (ots) – Neue Technologie ersetzt Wechselrichter / Wichtig auch für E-Autos

Die SAX Power GmbH, ein Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren aus Ulm, hat eine digital gesteuerte Wechselstrombatterie entwickelt, die bis zu 50% mehr Kapazität und Lebensdauer erreicht. Sie spart zugleich Platz und Kosten, da sie ohne Wechselrichter Gleich- und Wechselstrom ausgeben kann. Als erstes Produkt werden Solarspeicher angeboten, weitere Anwendungen sind in Vorbereitung. Mit seiner Innovation gewinnt das Startup-Unternehmen nun Auszeichnungen und lockt Investoren aus der ganzen Welt an.

Stromspeicherung gilt als Schlüssel zur Energiewende und als große Hürde auf dem Weg zur E-Mobilität. SAX Power macht Batteriespeicher nun viel leistungsfähiger und sicherer. In herkömmlichen Systemen werden die Batteriezellen einfach hintereinandergeschaltet, darum ist die Batterie nur so stark wie ihre schwächstes Element. Die SAX-Technologie dagegen kann die Zellen durch eine neuartige Schaltung optimal nutzen – für Fachleute: über kaskadierte H-Brücken. Vier Jahren brauchte es von der Idee zum fertigen Produkt, einem Stromspeicher für Photovoltaikanlagen. Vor wenigen Monaten wurde er vom VDE zertifiziert und zeigt sich nun allen bisherigen Systemen überlegen.

Solarspeicher für zuhause: einfacher und sicherer

Der Bedarf für solche Speicher steigt stetig, denn bei Solarstrom setzt man heute auf Selbstnutzung – bei alten Anlagen nach dem Förderzeitraum, bei neuen ohnehin. Im Jahr 2020 wurden allein in Deutschland 100.000 neue Speicher installiert. Das „Solar Home“-Produkt von SAX, kleiner und sicherer als die bisherige Technik, hat einen wertvollen Nebeneffekt: Zu herkömmlichen Batterien braucht man einen Wechselrichter, um den gespeicherten Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln. Der SAX-Speicher kann durch seine Elektronik direkt Gleich- oder Wechselstrom liefern und der Wirkungsgrad ist mit 99% viel höher als bei der bisherigen Technik. Sogar eine einfache Plug-in-Installation statt aufwändiger Kabelverlegung ist möglich.

Mit dieser bahnbrechenden Innovation gewann das Unternehmen in diesem Jahr erst beim „German Innovation Award“, nun ist es unter den Finalisten für den „ees Award“, einen wichtigen Preis der Energiespeicherbranche. Dabei ist der Solarspeicher nur der Anfang, denn die neue Technologie ist überall anwendbar. Für Maschinen und Schiffe ist SAX Power schon in Gesprächen, großes Ziel sind E-Autos.

E-Mobilität als Ziel – Amerikaner steigen ein

Denn im Bereich der E-Mobilität hat die Entwicklung viele Vorteile: eine halbierte Ladezeit, höhere Kapazität und Lebensdauer, weniger Gewicht und Bauraum. Vor allem aber viel mehr Sicherheit. Denn während in heutigen E-Autos bei einem Aufprall mit Hitzeentwicklung und Bränden zu rechnen ist, schalten sich die SAX-Batterien dann vollständig ab – kein Strom, keine Hitze, keine Gefahr. Auch für Pannenhelfer und Werkstätten ist das ein Traum: Nach der Abschaltung liegt sofort keine Spannung mehr an, was die Wartung erheblich erleichtert. Beim Ausfall einzelner Zellen kann der übrige Speicher weiterbetrieben werden – so ist die Verfügbarkeit höher als bei konventionellen Systemen, die Lebensdauer viel länger.

Weltweit forschen Teams an diesem Prinzip, aber nur SAX Power kann ein fertiges Produkt anbieten. Der große amerikanische Venture-Capital-Spezialist Walden International, der nur in Technologien mit großem Zukunftspotenzial investiert, ist unlängst bei dem Ulmer Startup eingestiegen. Angebote, die Technologie komplett ins Ausland zu verkaufen haben die Gründer aber abgelehnt: Sie sehen sich als Teil der deutschen Industrie und hoffen, dass hier dank ihrer Erfindung bald die besten E-Autos der Welt gebaut werden.

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René Granacher
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Quelle: Presseportal