Frankfurter Rundschau (ots) – Heiko Maas bemüht sich um Polen, trotz aller Probleme mit der Rechtsstaatlichkeit. Dabei treibt den Außenminister das Wissen um die untilgbare Schuld an, die Deutsche im Weltkrieg in Polen auf sich geladen haben. Maas wäre sicher zu weiteren Zeichen der Wiedergutmachung bereit. Den Forderungen nach Reparationen, die die Regierungspartei PiS immer wieder vorträgt, erteilt er aber eine Absage. Nicht nur mit Hinweis auf das Völkerrecht. Die PiS betreibt mit der Reparationsfrage Innenpolitik und schreckt dabei vor antideutscher Hetze nicht zurück. So etwas belohnt man nicht. Das macht die deutsch-polnischen Beziehungen so schwierig. Die Nationalkonservativen verweigern sich jeder konstruktiven Zusammenarbeit. Es ist ja richtig, dass Bundesregierungen im Verhältnis zu Polen viel falsch gemacht haben. In Warschau wenden sich die Regierenden aber lieber dauergekränkt ab und ignoriert dabei die Chancen. Das Wirtschaftswunderland Polen hätte das Zeug zu einer EU-Führungsnation aufzusteigen.

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