Basel (ots) –

Wenn ein Geschwisterteil von Zwillingen die Dokumente des anderen benutzt, sollte er sich vorher vergewissern, ob dieser nicht von der Polizei gesucht wird. Die Bundespolizei nahm einen vermeintlich Gesuchten fest, setzte den Mann nach Abklärung der Identität jedoch wieder auf freien Fuß.

Ein polnischer Staatsangehöriger wurde am Donnerstagmittag (09.09.2021) bei der Kontrolle eines Fernzuges in Basel von der Gemeinsamen operativen Dienstgruppe (GoD) kontrolliert. Bei der Überprüfung der Ausweisdaten wurde festgestellt, dass gegen den angeblich 43-Jährigen ein Haftbefehl in Deutschland zu vollstrecken war. Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis war der Gesuchte rechtskräftig zu einer Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro verurteilt worden. Da der Polizei bekannt war, dass der 43-jährige Mann einen Zwillingsbruder hat, wurde seine Identität mittels Abnahme der Fingerabdrücke überprüft. Das Resultat war überraschend, obwohl der Mann darauf beharrte der Gesuchte zu sein, handelte es sich bei der kontrollierten Person um einen jüngeren Bruder des Gesuchten. Aber auch der 41-jährige polnische Staatsangehörige war in Deutschland kein Unbekannter. Er wurde durch die deutsche Justiz gesucht. Wegen Diebstahls bestand eine Fahndung zur Aufenthaltsermittlung gegen ihn. Der Mann wurde wegen des Missbrauchs von Ausweispapieren durch die Bundespolizei angezeigt und durfte danach weiterreisen. Auch gegen den zwei Jahre älteren Bruder, der den Ausweis überlassen hatte, wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

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Quelle: Presseportal