Biberach an der Riß (ots) – Zwei Männer im Alter von 37 und 27 Jahren haben sich am gestrigen Mittwochabend (11.08.2021) im Gleisbereich am Bahnhof Biberach an der Riß aufgehalten und dadurch einen Interregio-Express zu einer Schnellbremsung gezwungen.
Nach aktuellem Kenntnisstand soll sich der 37-jähirge deutsche Staatsangehörige gegen 19:30 Uhr stehend im Gleisbereich kurz vor dem Bahnhof aufgehalten haben. Sein Begleiter, ein 27-jähriger tschechischer Staatsangehöriger, saß zu diesem Zeitpunkt offenbar am Bahnsteig, streckte jedoch seine Beine in den Gleisbereich.
Als der Lokführer eines IRE in Richtung Friedrichshafen die beiden Personen bemerkte, leitete er umgehend eine Schnellbremsung ein und gab einen Achtungspfiff ab. Daraufhin verließen die beiden Männer den Gleisbereich wohl unverletzt. Nachdem der Zug zum Stehen gekommen war soll der alkoholisierte 37-Jährige schließlich gegen diesen geschlagen und getreten und ihn anschließend bespuckt haben.
Beide Männer wurde durch alarmierte Einsatzkräfte noch am Bahnhof festgestellt und anschließend vorläufig festgenommen. Gegen sie ermittelt nun die Bundespolizei unter anderem wegen des Verdachtes des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Durch den Vorfall wurde bisherigen Erkenntnissen zufolge niemand verletzt, auch am Zug entstand kein Schaden.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt (Der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt bis zu 1.000 Meter).

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