Eilsleben (ots) – Am Donnerstagnachmittag, den 24. Juni 2021 wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg gegen 15:00 Uhr durch die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG darüber informiert, dass ein Lokführer auf der Bahnstrecke Braunschweig – Magdeburg, im Bereich des Haltepunktes Ovelgünne mehrere Kinder gesehen hatte, die Steine auf die Schienen legen und sich dann verstecken.

Eine Streife der Bundespolizei fuhr sofort mit Blaulicht und Martinshorn zum genannten Haltepunkt, konnte allerdings vor Ort und im Nahbereich zunächst niemanden mehr feststellen. Eine Befragung der Anwohner ergab Hinweise auf eine Gruppe Kinder, welche die eingesetzten Bundespolizisten kurze Zeit später feststellen konnten. Die zwei Jungen und zwei Mädchen im Alter von zehn und elf Jahren wurden befragt, ob sie sich vor Kurzem im Bereich der Gleise aufgehalten hatten und bejahten dies. Einer der Jungen gab ehrlich zu, dass er einen Stein auf die Schienen gelegt hatte, ihn dann kurz vor der Zugdurchfahrt aber wieder entfernte. Die Beamten belehrten die Kinder eindringlich über die Lebensgefahr, in die sie sich mit ihrem unüberlegten Handeln begeben hatten. Außerdem nahmen sie die Personalien der Kinder auf und brachten den Jungen, welcher den Stein auf die Gleise legte, zu seiner Wohnanschrift, wo er an eine Betreuungsperson übergeben wurde. Dieser wurde über das Geschehene unterrichtet und ebenfalls belehrt.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei erneut darauf hin: Bahnanlagen sind keine Spielplätze! Die Kinder begeben sich mit ihrem Handeln in Lebensgefahr. Die Züge nähern sich fast lautlos an und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Außerdem geht von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen führen kann. Die Bundespolizei bittet darum, dass Erziehungsberechtigte ihre Kinder wiederholt auf die Gefahren hinweisen. Kostenlose Flyer zu dieser Problematik werden gern zur Verfügung gestellt.
Zudem wird sich eine Präventionsbeamtin der Bundespolizeiinspektion Magdeburg des Sachverhalts annehmen, mit den Kindern Kontakt aufnehmen und sie diesbezüglich noch einmal sensibilisieren.

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Quelle: Presseportal