Karlsruhe (ots) –

Donnerstagmorgen (21. April) hielt eine 60-jährige Deutsche am Karlsruher Hauptbahnhof die Bundespolizei durch mehrmaliges Tätigen des Notrufs auf Trab. Einen medizinischen Notfall gab es hierbei zu keiner Zeit.

Gegen 06:20 Uhr erreichte die Bundespolizei die erste Mitteilung über eine um Hilfe schreiende Frau in der Haupthalle des Karlsruher Hauptbahnhofs.
Vor Ort trafen die Beamten die Tatverdächtige an. Diese klagte über starke Schmerzen in den Beinen und Kreislaufprobleme.
Bei Eintreffen des angeforderten Rettungsdienstes veränderte sich der Gesundheitszustand der 60-Jährigen schlagartig. Ihr ging es wieder gut und sie verlangte nach Nahrung.

Circa zwei Stunden später erreichte die Bundespolizei die Information über eine weibliche Person, die beim Reisezentrum Reisende belästigt.
An der Örtlichkeit stellten die Beamten die bereits bekannte 60-Jährige fest und verwiesen sie aus dem Bahnhof. Dieser Aufforderung leistete die Frau nur widerwillig Folge.

Gegen 09:15 Uhr erreichte die Bundespolizei die Mitteilung über eine verletzte weibliche Person im Schnellrestaurant im Erdgeschoss des Hauptbahnhofs.
Erneut stellten die Beamten die Tatverdächtige fest. Sie gab an, eine Schussverletzung am Bein zu haben, woraufhin durch eine Mitarbeiterin des Restaurants der Notruf gewählt wurde.
Die Beamten erkannten, dass es sich um keinen Notfall handelte und konnten den Rettungsdienst noch rechtzeitig abbestellen.

Die Frau wurde letztlich mit einem Platzverweis und einer Strafanzeige wegen des Missbrauchs von Notrufen im Gepäck aus dem Bahnhof verwiesen.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass es kein Spaß ist, Notrufeinrichtungen ohne Grund zu benutzen.
Im schlimmsten Fall werden auf diese Weise Einsatz- und Rettungskräfte gebunden, die dann bei einem ernsthaften Einsatz fehlen.
Ein solches Verhalten kann Menschenleben kosten.

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Bundespolizeiinspektion Karlsruhe
Julia Busse
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Quelle: Presseportal