Zittau, Bautzen, Uhyst (ots) – Am vergangenen Wochenende nahm die Bundespolizei auf der Autobahn 4 zwischen Uhyst und Bautzen sowie im Bereich Zittau mehrere illegal eingereiste Schwarzarbeiter in Gewahrsam und einen Schleuser fest.

Am Freitagmorgen stoppten die Beamten um 08:30 Uhr bei Uhyst einen in der Ukraine zugelassenen Mercedes Benz Sprinter und kontrollierten die fünf ukrainischen Insassen. Zusammen mit dem 37-jährigen Fahrer waren noch zwei 29- und 50-jährige Frauen sowie zwei 25- und 31-jährige Männer auf dem Weg in Richtung polnische Grenze unterwegs. Den Ermittlungen zufolge hatten die Mitreisenden in Süddeutschland einige Monate gearbeitet. Die Frauen im Pflegebereich und die Männer auf dem Bau. Hierfür konnte jedoch niemand ein notwendiges Visum und keine Arbeitserlaubnis vorlegen. Sie hatten jeweils einen Monatslohn von 1.000,00 bis 1.450,00 Euro erhalten. Außerdem hatte der Beifahrer unter der Fußmatte eine falsche rumänische Identitätskarte versteckt, mit der er sich als EU-Bürger ausweisen kann um leichter eine Arbeit zu finden.

Auf der B 178 bei Zittau kontrollierte eine Bundespolizeistreife am 4. Juni 2021 gegen 17:00 Uhr einen aus Polen eingereisten bulgarischen Mercedes Benz Sprinter. Vier Männer aus Moldawien, eine Rumänin und drei Rumänen sowie eine Frau aus Bulgarien waren auf dem Weg nach Berlin und Niedersachsen. Zwei der Männer, zwei 32- und 46-jährige Moldawier hatten Arbeitskleidung dabei und stehen im Verdacht, einer illegalen Arbeit nachgehen zu wollen.

Am Sonntagmorgen wurde um 07:55 Uhr auf dem BAB4-Rastplatz Oberlausitz ein in Richtung Polen fahrender Fernreisebus kontrolliert. Unter den Reisenden befand sich ein 45-jähriger Ukrainer, der in Deutschland ohne Visum gearbeitet hatte.

In der Nacht zum 7. Juni 2021 stoppten die Bundes- und Landespolizisten der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Bautzen um 01:05 Uhr an der BAB 4 bei Uhyst einen moldawischen Renault Megane. Eine dreiköpfige moldawische Familie war auf dem Nachhauseweg und hatte den 17-jährigen Sohn in einer französischen Klinik ärztlich behandeln lassen. Die erlaubte Aufenthaltsfrist von 90 Tagen wurde erheblich überschritten und ein beantragter Aufenthaltstitel lag aber noch nicht vor.

Nur kurze Zeit später kontrollierten die Beamten um 01:50 Uhr wieder bei Uhyst einen in Richtung Görlitz fahrenden Kleinbus. Mitfahrerin war eine 45-jährige Frau aus der Ukraine, bei der ermittelt werden konnte, dass sie ohne Visum als Pflegekraft gearbeitet hatte.

Die Bundespolizei beschlagnahmte am vergangenen Wochenende insgesamt 6.450,00 Euro Schwarzarbeitslohn und leitete Ermittlungsverfahren wegen der Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz und wegen der Aufnahme einer unerlaubten Beschäftigung ein. Außerdem wird wegen Urkundenfälschung und dem Einschleusen von Ausländern ermittelt. Alle festgestellten Personen wurden zurückgeschoben bzw. aufgefordert, auszureisen.

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Quelle: Presseportal