Weißenberg (ots) –

Die Bundespolizei nahm am 3. November 2021 bei Weißenberg ein Schleuserpärchen in Gewahrsam, das vier ukrainische Schwarzarbeiter zu ihrer illegalen Arbeitsstelle in Nordrhein-Westfalen bringen wollte.

Gegen 16:55 Uhr kontrollierten die Beamten einen auf der Autobahn 4 in Richtung Görlitz fahrenden Seat Alhambra. Der 24-jährige ukrainische Fahrer, seine 20-jährige ukrainische Beifahrerin sowie die vier männlichen Landsleute im Alter zwischen 18 und 49 Jahren konnten sich mit gültigen Reisepässen ausweisen. Wie sich herausstellte, hatten Fahrer und Beifahrerin ihren touristischen Aufenthaltszeitraum bis zu einem Jahr überschritten und sich somit unerlaubt im Bundesgebiet aufgehalten. Bei den Mitfahrern gab es zunächst nichts zu beanstanden. Sie durften ihre Reise fortsetzen. Der Fahrer und die Beifahrerin mussten hingegen mit zur Dienststelle. Die dort eingeleiteten Ermittlungen ergaben, dass die vier Mitfahrer ohne Visum und Arbeitserlaubnis als Fliesenleger arbeiten sollten, der Arbeitsauftrag aber kurzfristig storniert wurde und sie nun wieder auf dem Weg zurück nach Warschau waren. Der Fahrer und die Beifahrerin sollten für die Fahrt 120,00 Euro pro Mitfahrer erhalten. Dies war nicht ihre erste Schleusungsfahrt gewesen. Sie hatten schon mehrfach Schwarzarbeiter aus Polen nach Deutschland gebracht. Wie oft dies bereits der Fall war und wer diese Fahrten organisiert, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

Die Bundespolizei ermittelt gegen das Schleuserpaar wegen des gemeinschaftlichen Einschleusens von Ausländern und hat auch gegen die vier Mitfahrer Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz eingeleitet. Der Fahrer und die Beifahrerin wurden nach Polen zurückgeschoben.

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Quelle: Presseportal