Eitorf (ots) – Sonntagmorgen (6. Juni) geriet ein 45-jähriger Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG am Bahnhof Eitorf mit einer Jugendgruppe in Streit. Nachdem ein Wort das andere ergab, schubsten und traten die Minderjährigen den Mann in den Gleisbereich, sprangen hinterher und traten abermals auf den am Boden liegenden Verletzten ein.

Gegen 03:45 Uhr befand sich ein Triebfahrzeugführer der Deutschen Bahn AG auf dem Weg zur Arbeit, als er mehrere Jugendliche am Bahnhof Eitorf lautstark grölen sah. Er zeigte Zivilcourage und sprach die jungen Männer an. Dadurch fühlte sich einer der Jugendlichen provoziert und aus dem zunächst verbalen Streitgespräch entwickelte sich eine handfeste Auseinandersetzung. Zwei unbekannte Jugendliche begannen auf den 45-jährigen Eitorfer einzuschlagen und traten ihn so stark, dass er ins Gleis fiel – glücklicherweise vor die zwischenzeitlich eingefahrene aber bereits stehende S-Bahn 19. Doch damit nicht genug: Die aggressiven Männer sprangen ihrem Opfer ins Gleis hinterher und traten wiederholt gegen seinen Kopf. Der Triebfahrzeugführer der S 19 eilte seinem Kollegen umgehend zur Hilfe und schrie die Täter an aufzuhören, worauf diese vom Bahnsteig flüchteten. Einer der Männer griff bei seiner Flucht noch nach dem dienstlichen Rucksack des Geschädigten und nahm ihn mit.
Mit zerrissener Kleidung und mit schweren Gesichtsverletzungen schilderte das Opfer den eintreffenden Beamten der Bundes- und Landespolizei den Sachverhalt, gab erste Hinweise zu den Tätern und wurde anschließend von Rettungskräften versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.

Nur kurze Zeit später fanden Polizisten der Kreispolizeibehörde Siegburg im Rahmen der Fahndung in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof einen 16-Jährigen versteckt in einem Gebüsch auf. Auf Nachfrage zur aggressiven Tat am Bahnhof gab der Minderjährige ausweichende Antworten, führte die Beamten aber zum achtlos weggeworfenen Rucksack des Geschädigten. Eine mögliche Tatbeteiligung wird derzeit noch ermittelt.

Die Beamten fertigten Strafanzeigen wegen „gefährlicher Körperverletzung“, „Diebstahls“ und „Sachbeschädigung“ und stellten den entwendeten Rucksack sicher. Nach Abschluss aller Maßnahmen übergaben sie den Minderjährigen in die Obhut seiner Erziehungsberechtigten.

Die Bundespolizei nimmt sachdienliche Hinweise zum Tathergang oder den Tatverdächtigen unter der kostenfreien Bundespolizei-Hotline (Tel.: 0800 / 6 888 000) oder bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegen.

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Quelle: Presseportal