Köln (ots) –

Köln. Biontech-Gründer Ugur Sahin möchte das durch seinen Corona-Impfstoff berühmt gewordene Unternehmen nicht an einen globalen Pharmakonzern verkaufen. „Es ist unser Ziel, ein globales, in Europa ansässiges Unternehmen aufzubauen“, sagte Sahin im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montagauasgabe). „Wir haben jetzt die Möglichkeit, unsere Vision umzusetzen und auch selbst zu finanzieren.“

Die Vision des Unternehmens ist es, auf Patienten und deren Tumore zugeschnitten Krebsmedikamente mit Hilfe der mRNA-Technologie zu entwickeln. Die dank des Impfstoffs Comirnaty eingenommenen Milliarden bringen laut Sahin die „Möglichkeit, jetzt deutlich breiter zu investieren und unsere Programme zur Krebsimmuntherapie zu beschleunigen“.

Außer an mRNA-Krebspräparaten arbeitet Biontech unter anderem auch an sogenannten CAR-T-Zell-Therapien. „Wir möchten diese neuen Behandlungsansätze beschleunigt in späte klinische Studien bringen, damit wir vielleicht in einigen Jahren unsere ersten zugelassenen Krebsmedikamente haben“, so Sahin.

Biontech ist derzeit an der Börse etwa 70 Milliarden Euro wert und damit nicht zu wertvoll, um von einem globalen Pharmakonzern potenziell übernommen zu werden. Biontech-Großaktionäre sind die Strüngmann-Brüder (früher: Hexal) als Mehrheitseigner und Ugur Sahin mit einem Anteil von 18,3 Prozent. Biontech ist seit Ende 2019 an der US-Börse Nasdaq notiert.

Pressekontakt:

Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080

Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal