Frankfurt (ots) –

Man stelle sich vor: Der Schaufensterdekorateur inszeniert sich selbst an seinem Arbeitsplatz als vornehmlichstes Exponat. Er stellt zwar „die Sache“ in den Vordergrund, ragt dahinter aber übermächtig auf. Ungefähr so verhält es sich mit Olaf Scholz und den 100 Milliarden.

Schaufensterpolitik. Dazu gedacht, den unkommunikativen Genius des Kanzlers wie Entscheidungsfreude wirken zu lassen. 100 Milliarden. Nur wofür?

Für Jets, die bei Einführung veraltet sein werden? Für Schützenpanzer, in die normal große Menschen nicht reinpassen? Für Sturmgewehre, die kaum ein Staubkorn aushalten? Oder für die Portefeuilles einer Clique aus Beschaffungsbeamteten und Rüstungsmanagement? Letzteres dürfte es wohl sein.

Wofür es eigentlich Geld braucht – seit 1989 schon -, das wird auch von dieser Regierung und dieser Bundestagsmehrheit traditionsbewusst ignoriert: eine radikale strukturelle und strategische Reform der Bundeswehr, die bis hinauf zur zivilen Kommandoebene besonderes Unvermögen auszeichnet.

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