Ehningen (ots) –

Die seit Sommer 2021 beobachtete Aufhellung der Marktstimmung setzte sich auch im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/2022 fort. Die erwartete Normalisierung nach der Corona-Krise hat sich eingestellt und Projektvergaben führten bei Bertrandt zu einer steigenden Auslastung im Inland ebenso wie im Ausland. Die Gesamtleistung erhöhte sich um 17% auf gut 487 Mio. Euro im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres. Parallel dazu hat sich das operative Ergebnis entsprechend verbessert: Das EBIT stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode von 11 Mio. Euro auf knapp 21 Mio. Euro.

Der Start in die Berichtsperiode war einerseits gekennzeichnet von einer erfreulichen Wirtschaftserholung und nachlassenden Auswirkungen der Corona-Krise. Andererseits spürte Bertrandt die Auswirkungen der Pandemie direkt: Im Ergebnis des zweiten Quartals schlugen sich Belastungen wie beispielsweise ein hoher Krankenstand oder Auswirkungen aufgrund des Lockdowns in China nieder. Darüber hinaus hat Bertrandt im zweiten Quartal einen Corona-Bonus in Anerkennung des Einsatzes und der Leistung während der Pandemie an seine Mitarbeiter*innen gezahlt.

Die generelle Markterholung und die damit einhergehenden positiven Rahmenbedingungen hielten bis weit in das zweite Quartal an. Bertrandt profitiert zudem von den langfristigen Trends in den Mobilitätsektoren wie der Elektrifizierung, der Digitalisierung und Vernetzung sowie dem autonomen Fahren. Insbesondere die Transformation in Richtung elektrifizierter Antriebe wird durch die jüngsten Bestrebungen, unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden, mutmaßlich noch beschleunigt.

Mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine Ende Februar 2022 veränderten sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen: Faktoren wie Materialknappheit und steigende Inflationsraten brachten Herausforderungen für viele Industriezweige mit sich. Bertrandt ist nicht direkt von dem Konflikt betroffen, indirekte Belastungen durch eine mögliche weitere Abschwächung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds oder durch andere Auswirkungen des Krieges können zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht final bewertet werden.

Der Bertrandt Konzern setzte seine strategische Weiterentwicklung auch in den ersten sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres zielgerichtet um. Mit dem Abschluss der Akquisition der Philotech-Gruppe Ende Januar werden insbesondere die Wachstumsfelder Software, Electronics und IT-Security ausgebaut.

Die wichtigsten unternehmerischen Kennzahlen entwickelten sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/2022 zusammenfassend wie folgt:

Die Gesamtleistung hat sich um 17% von 416.795 TEUR auf 487.251 TEUR erhöht. Im zweiten Quartal konnte eine Gesamtleistung von 254.084 TEUR (Vorjahr 215.054 TEUR) erreicht werden, was einem Anstieg um rund 18% entspricht. Das EBIT profitierte neben der höheren Auslastung auch von den im vergangenen Jahr eingeleiteten Maßnahmen und stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode überproportional auf 20.846 TEUR (Vorjahr 11.084 TEUR). Die operative Marge verbesserte sich von 2,7% im Vorjahr auf 4,3% in der Berichtsperiode. Im zweiten Quartal erreichte das EBIT einen Wert von 10.934 TEUR (Vorjahr 6.559 TEUR), was einer EBIT-Marge von 4,3% (Vorjahr 3,1%) entspricht. Der Free Cashflow erreichte trotz einer im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Dividendenausschüttung und der Kaufpreiszahlung für die Philotech-Gruppe einen positiven Wert in Höhe von 21.155 TEUR (Vorjahr 36.625 TEUR). Die Mitarbeiteranzahl betrug am Ende des ersten Halbjahres 2021/2022 12.730 Personen (Vorjahr 11.987). Der Zuwachs beinhaltet rund 400 Neueinstellungen sowie die neuen Kolleg*innen der Philotech-Gruppe.

„Wir freuen uns, dass wir in den vergangenen sechs Monaten nahezu alle wichtigen unternehmerischen Kennzahlen steigern konnten und das zum Teil sogar spürbar! Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2021/2022, die wir nach der Philotech-Akquisition angepasst hatten, wird bestätigt. Wir erwarten ein Wachstum der Gesamtleistung in Höhe von 100 Mio. Euro bis 140 Mio. Euro (vormals 80 bis 120 Mio. Euro) sowie eine EBIT-Marge von 4% bis 7%“, fasst Markus Ruf, Vorstand Finanzen der Bertrandt AG, das Ergebnis des ersten Halbjahres im Geschäftsjahr 2021/2022 zusammen.

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