Wiesbaden (ots) – Im Jahr 2019 waren in Deutschland rund 1,3 Millionen Personen in Kulturberufen tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis des Mikrozensus weiter mitteilt, waren das 3,1 % aller Erwerbstätigen. In der Corona-Krise ist der Kulturbereich besonders von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen. Die Auswirkungen dieser Einschränkungen werden jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt abbildbar sein. Im Vorkrisenjahr 2019 waren 444 250 Personen und damit ein Drittel (34 %) der Erwerbstätigen in Kulturberufen solo-selbstständig tätig, das heißt als Selbstständige ohne weitere Beschäftigte. Zu ihnen gehören auch Freiberuflerinnen und Freiberufler. Der Anteil der Solo-Selbstständigen lag damit in den Kulturberufen fast sieben Mal so hoch wie in der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung, in der 5 % der Erwerbstätigen solo-selbstständig waren.

Der Anteil der Selbstständigen insgesamt lag über alle Kulturberufe hinweg mit 38 % ebenfalls deutlich höher als in der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung (10 %). Besonders hoch war der Anteil an Selbstständigen mit 85 % im Kunsthandwerk und der Bildenden Kunst, wozu beispielsweise die Bildhauerei, Malerei und das Vergolderhandwerk zählen. Auch im Bereich Moderation und Unterhaltung, zu dem auch Comedy, Kabarett und Zauberkunst gehören, gab es mit 65 % sehr viele Selbstständige. Darauf folgten Fototechnik und Fotografie (60 %), Musik-, Gesangs- und Dirigententätigkeiten (60 %) sowie Theater-, Film- und Fernsehproduktion (50 %).

Weitere Daten zur Situation der Erwerbstätigen vor der Corona-Pandemie liefert die Veröffentlichung „Erwerbstätige in Kultur und Kulturwirtschaft“ des Statistischen Bundesamtes.

Methodische Hinweise:

Die Abgrenzung der Kulturberufe wurde im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultusministerkonferenz durchgeführten Projekts „Bundesweite Kulturstatistik“ vorgenommen.

Als Selbstständige gelten Selbstständige mit und ohne Beschäftigte sowie mithelfende Familienangehörige.

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

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