Mainz (ots) –

Freitag, 13. Mai 2022, 20.15 Uhr 
Erstausstrahlung 
 
Wien um 1900 hat ein böhmisches Gesicht. Ob in den prächtigen Palais, im Böhmischen Prater, in alteingesessenen Wirtshäusern, bei den Ziegelteichen oder im Schloss Belvedere, überall finden sich Bezüge zur böhmischen Küche und den dahinterstehenden Menschen. In der österreichischen Doku "Buchteln, Ziegeln, Polka – Das böhmische Wien", die 3sat am Freitag, 13. Mai 2022, um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung zeigt, ist Anita Lackenberger auf der Suche nach dem vergessenen böhmischen Erbe Wiens.

Um 1900 hat Wien einen hohen tschechischen Bevölkerungsanteil. Neben den Arbeitern in den Ziegelwerken im Süden der Stadt sind viele Frauen als Ammen, Dienstmädchen oder als Köchinnen im Einsatz. So finden zahlreiche Rezepte aus der böhmischen Küche Eingang in die Wiener Küche. Dazu zählen die Buchteln, Liwanzen, Knödel, süße Soßen zum Braten genauso wie das tschechische Bier als nahrhaftes Getränk. Damals wie heute trifft man sich, vor allem wenn es "wienerisch" sein soll, in der Konditorei Aida. Nur wenige wissen, dass sich hinter dieser Wiener Traditionskonditorei eine tschechische Geschichte verbirgt. Ein paar der alten, böhmischen Rezepte gibt es noch. Selbst beim Würstelstand wird noch heute ein böhmischer Klassiker angeboten: die Klobasse, eine würzige Wurstspezialität aus Tschechien. Berühmt ist auch der "Prager Schinken". Die Rezeptur pflegt in Wien eine Fleischerei bereits in der fünften Generation. Dazu serviert wird Senf und eingelegtes Gemüse. Und wer Schweinshaxen gegrillt bevorzugt wird in Wien beim aus der Literatur bekannten Herrn Kolarik fündig. Er hat sich in Wien mit saftig, knusprigen Stelzen, serviert mit tschechischem Bier, einen Namen gemacht. Die tschechische Diaspora in Wien hat eine lange Geschichte, auch nach dem Zuzug um 1900. Das wechselvolle 20. Jahrhundert hat Wien oft zur Zufluchtsstätte werden lassen. Zahlreiche tschechische Kulturvereine, Musikensembles sowie eine tschechische Schule sind in Wien bis heute etabliert und deren Kultur ist bis heute Teil der Wiener Identität.

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