Mainz (ots) –

Menschenrechte sind ein unveräußerliches Gut und eine der größten Errungenschaften der Menschheit. Doch sie werden tagtäglich missachtet – im Krieg und von Staaten, die Minderheiten, Andersdenkende oder Frauen unterdrücken, foltern und töten. Sind die Menschenrechte in demokratischen Gesellschaften und weltweit auf dem Rückzug? Darüber spricht Richard David Precht am Sonntag, 19. Mai 2024, 23.30 Uhr im ZDF, mit dem Menschenrechtsexperten und Juristen Manfred Nowak. Die „Precht“-Sendung „Wer rettet die Menschenrechte?“ steht ab Sonntag, 19. Mai 2024, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Fast alle Länder der Welt haben sich dazu verpflichtet, die Menschenrechte zu achten. Und dennoch stellt sich aktuell die Frage: Ist der Traum von einer Welt- und Friedensordnung auf der Basis universeller Menschenrechte ausgeträumt? Die Gründe für die gegenwärtige Verschlechterung der Lage sind vielfältig, so der österreichische Jurist Manfred Nowak, der sich seit Jahren für die UNO engagiert. Die Polarisierung in der Gesellschaft sowie die Zunahme von Diktaturen und bewaffneten Konflikten spielen dabei ebenso eine Rolle wie der Klimawandel, die Migration oder das neoliberale Wirtschaftssystem. Der demokratische Konsens und der soziale Zusammenhalt der Gesellschaften schwinden. Und der Westen muss zur Kenntnis nehmen, dass der Rest der Welt nicht unbedingt nach den selben Prinzipien leben möchte.

Müssen Menschenrechte neu erklärt werden?

Bei ihrer Entstehung im 18. Jahrhundert orientierten sich die allgemeinen Menschenrechte zunächst eng an der westlichen Vorstellung des bürgerlichen Besitzes, den es zu schützen gilt – und der unbedingten Freiheit des Individuums. Ist es diese vom Einzelnen aus gedachte Freiheit, die den Menschen heute auf die Füße fällt? Wäre es in Zukunft wünschenswert, die Menschenrechte weniger aus der Natur des Menschen zu erklären, sondern viel mehr aus der Fähigkeit des Menschen zur Vernunft, wie es Immanuel Kant verstanden hat? Und was können wir von anderen Kulturkreisen lernen?

Sind Menschenrechte keine absoluten Werte?

In Afrika, Asien und dem Mittleren Osten wird eher das Ideal der Gemeinschaft, der sozialen oder familiären Gruppe gelebt als der europäische Individualismus. In diesen Kulturkreisen zeigen sich zunehmend ablehnende Haltungen gegenüber westlichen Staaten. Menschenrechte seien keine absoluten Werte, erklärt Manfred Nowak, sie leben vom Prinzip der Verhältnismäßigkeit. Wichtig für ihren Erfolg ist die aktive Teilhabe aller Länder und Kulturen an der Ausformung und Einforderung dieser Rechte. Und dazu sei es letztendlich notwendig, Mechanismen wie die Veto-Funktion der ständigen Mitglieder zu überdenken.

Für die Sendung stehen Untertitel zur Verfügung.

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