Rhein-Sieg-Kreis (ots) –

Am Montag (22. April) und Dienstag (23. April) waren Telefonbetrüger im Rhein-Sieg-Kreis zweimal erfolgreich: In Niederkassel und Hennef erbeuteten Unbekannte insgesamt rund 12.000 Euro.
Am Montag erhielt eine 52 Jahre alte Henneferin einen Telefonanruf. Der Anrufer gab vor, von der Hausbank der Frau zu sein, was sich durch die angezeigte Rufnummer auch zu bestätigen schien. Der Unbekannte schilderte, dass die Push-Tan-App der 52-Jährigen aktualisiert werden müsse. Da die Frau zuvor auch eine entsprechende E-Mail erhalten hatte, die sie jedoch noch ignoriert hatte, schenkte sie dem Anrufer Glauben und meldete sich über ihr Handy in ihrer Push-Tan-App an und bestätigte einen Auftrag, von dem der Mann sagte, er habe ihn ihr zugeschickt. Daraufhin erhielt die Frau per SMS einen Link, den die Henneferin per E-Mail an den Anrufer schickte. Wie die Telefonnummer schien auch die E-Mail-Adresse zu der Hausbank zu gehören.
Nachdem der Anrufer erläutert hatte, dass nun alles okay sei und die nötige App-Aktualisierung binnen 72 Stunden durchgeführt sei, wurde das Telefonat beendet.
Erst als die 52-Jährige am Folgetag tatsächlich eine E-Mail ihrer Bank erhielt, in der ihr mitgeteilt wurde, dass sie ihr online-Banking-Passwort geändert habe. Da dies nicht der Fall war, wurde die Frau misstrauisch und ließ umgehend ihr Konto sperren. Bis zu dem Zeitpunkt hatten der oder die unbekannten Täter bereits mehrere Einkäufe getätigt und mit dem Geld ihres Opfers bezahlt. Der erbeutete Betrag liegt hier im mittleren vierstelligen Eurobereich.
Am Dienstag erhielt dann eine 43 Jahre alte Niederkasselerin gegen 13:15 Uhr einen Anruf, der vorgeblich laut angezeigter Nummer aus Bonn getätigt wurde. Ein Mann, der sich als Pascal Fischer und Mitarbeiter ihrer Hausbank vorstellte, gaukelte der 43-Jährigen vor, es sei bei ihr zu ungewöhnlichen Kontobewegungen gekommen und ein Gesamtbetrag von 10.000 Euro sei von ihrem Konto abgebucht worden. Falls sie nicht selbst diese Überweisungen veranlasst habe, würde der Anrufer in ihrem Auftrag eine Annullierung vornehmen. Dazu benötige der Anrufer die Zugangsdaten und die Frau teilte ihren Benutzernamen mit. Im Anschluss bestätigte sie mehrere Codes über ihre Sicherheits-App, mit der angeblich unterschiedliche Überweisungen annulliert werden sollten.
Durch die Bestätigungen haben der oder die Tatverdächtigen vermutlich zunächst das Überweisungslimit der Geschädigten erhöht und im weiteren Verlauf zwei Überweisungen über mehrere tausend Euro getätigt.
Da die 43-Jährige während und auch nach dem Gespräch Zweifel an der Seriosität des Anrufs hatte, kontaktierte sie ihre Hausbank. Diese teilte mit, dass ein hoher vierstelliger Eurobetrag von Sparbuch und Girokonto abgegangen ist.
Ob die beiden Taten miteinander im Zusammenhang stehen, ist Bestandteil der eingeleiteten polizeilichen Ermittlungen.
Die Polizei warnt weiterhin vor Telefonbetrügern und rät, stets misstrauisch zu bleiben. Gegen sie niemals sensible Daten auf telefonische Aufforderung oder per E-Mail preis. Beenden Sie derartige Anrufe und rufen sie eigenständig ihre Hausbank an und/oder wenden Sie sich an eine Vertrauensperson. (Uhl)

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