Uedem (ots) –

„Mama, ich habe eine neue Handy-Nummer!“ Mit diesen an sich harmlosen Worten, geschrieben anonym über einen Messenger-Dienst, wurde am Samstag (27. April 2024) gegen 21:50 Uhr eine 67-jährige Frau aus Uedem mittels einer WhatsApp-Nachricht, die angeblich von ihrer Tochter stammte, zu einer Bank-Überweisung veranlasst. In der Nachricht wurde eine andere Telefonnummer angegeben und erklärt, dass das Mikrofon des Handys und die alte SiM-Karte defekt wären und man deshalb nur über diesen Messenger-Dienst schreiben und nicht telefonieren könne. Dann schrieb die angebliche Tochter, dass sie dringend eine Rechnung bezahlen müsse und ob die Mutter kurzfristig mit Geld aushelfen könne. Es wurde um eine Echtzeit-Überweisung gebeten. Obwohl dies nicht funktionierte und zwischendurch auch andere Empfänger-Bankdaten angegeben wurden, erschienen die Nachrichten der Frau glaubhaft. Leider nahm sie erst Kontakt (über die angeblich nicht mehr funktionierende Telefonnummer) mit ihrer Tochter auf, nachdem sie einen niedrigen vierstelligen Geldbetrag überwiesen hatte.
In diesem Zusammenhang warnt die Polizei eindringlich vor dieser Betrugsmasche: „Werden Sie misstrauisch, wenn angebliche Angehörige plötzlich um Geld oder es verlangen, vor allem, wenn sie nicht zweifelsfrei Ihre Angehörigen sind. Überzeugen Sie sich VOR einer Geldzahlung, dass es sich tatsächlich um die Person handelt, die sich unter einer unbekannten Telefonnummer bei Ihnen meldet. Rufen Sie zur Sicherheit die angebliche alte/defekte/abgemeldete Telefonnummer Ihrer Angehörigen oder auch eine andere Vertrauensperson an, bevor Sie Geld überweisen.“ Der Polizei ist bewusst, dass sich Opfer solcher Betrüger im Nachhinein häufig schämen, dass sie auf solche Maschen reingefallen sind. „Melden Sie sich trotzdem so schnell wie möglich bei der Polizei, erstatten Sie Anzeige. Die Polizei wird Ihnen keinerlei Vorwürfe machen, sondern versuchen, Ihnen zu helfen! Sie sind nicht allein!“

Die Angehörigen von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern werden dringend gebeten, mit ihren Angehörigen über solche und ähnliche Betrugsmaschen (beispielsweise „Schockanrufe“, „Falsche Polizeibeamte“, „Enkeltrick“) zu sprechen und Verhaltensregeln abzusprechen, wie man mit solchen Anrufen umgeht. Entsprechende Hinweise und Ansprechpartner finden Sie unter
https://kleve.polizei.nrw/kriminalpraevention-kleve (sp)

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E-Mail: pressestelle.kleve@polizei.nrw.de
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Quelle: Presseportal