Korbach (ots) –

Am Mittwoch (15. Mai) haben Betrüger erneut versucht, mit der bekannten Masche „Falscher Polizeibeamter“ überwiegend ältere Menschen aus dem Raum Bad Arolsen um ihre Ersparnisse zu bringen. Alle Angerufenen hatten das betrügerische Ansinnen der Anrufer schnell erkannt und daher richtig gehandelt, also aufgelegt und die Polizei verständigt. Die Polizei nimmt das zum Anlass, um erneut vor dieser miesen Masche zu warnen.

Alleine aus Bad Arolsen und Landau meldeten sich am Mittwochabend zwischen 21.00 und 22.00 Uhr sieben Bürgerinnen und Bürger bei der Polizei. In allen Fällen gaben sich die Anrufer als Polizeibeamte aus Waldeck-Frankenberg aus, in einigen Fällen nannte sich der Anrufer „Herr Farnstedt“. In der Folge versuchten die Betrüger die schon bekannte Geschichte zu erzählen, wonach eine Diebesbande unterwegs sei und die Angerufenen das nächste Opfer werden könnten. Noch bevor die Anrufer die Menschen weiter ausfragen konnten, erkannten die informierten Bürger und Bürgerinnen, dass kein „echter“ Polizist am Telefon war. Sie beendeten die Telefonate und informierten die „richtige“ Polizei.

Tipps der Polizei zu „Falscher Polizeibeamter“

Da davon auszugehen ist, dass die Kriminellen auch zukünftig mit ihren verschiedenen Betrugsmaschen am Telefon versuchen, die Bürger um ihre Ersparnisse zu bringen, gibt die Polizei die folgenden Tipps:“

Die „echte“ Polizei erfragt am Telefon keine Details zu Bargeld oder Wertgegenständen im Haus. Die Polizei fragt nie nach Kontodaten und fordert Sie auch niemals auf, Banküberweisungen oder Bargeldabhebungen durchzuführen.

Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen oder familiären Verhältnissen preis.

Seien Sie misstrauisch: Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Sie haben immer Zeit für eine Rücksprache mit Angehörigen, Vertrauenspersonen und der örtlichen Polizei.

Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

Auch wenn Sie im Display die „110“ oder eine Telefonnummer mit einer ihnen bekannten Vorwahl sehen: Das sogenannte „Call-ID-Spoofing“ erlaubt es Kriminellen, die eigene Rufnummernanzeige zu ändern und statt der Originalrufnummer eine beliebige Rufnummer anzeigen zu lassen.
Kriminelle nutzen diese Möglichkeit nicht nur um ihre Identität zu verschleiern, sondern auch um gezielt bei ihrem Gesprächspartner den Eindruck zu erwecken, es handele sich um einen Anruf der Polizei oder einer anderen Behörde.

Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt oder Sie schon Opfer geworden sind. WICHTIG: Beenden Sie das vorige Telefonat unbedingt durch Auflegen und wählen erst nach einigen Minuten die 110.

Sprechen Sie mit Angehörigen, die Opfer werden könnten, über diese Betrugsmasche.

Dirk Richter

Kriminalhauptkommissar

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Quelle: Presseportal