Aalen (ots) –

Am Wochenende nahm die Fellbacher Polizei in Kooperation mit der Verkehrspolizei Backnang erneut die mittlerweile „aus dem Winterschlaf erwachte“ Tuning- und Poser-Szene ins Visier.
Insgesamt 16 optisch und akustisch auffällige Fahrzeuge sind von der Polizei ganzheitlich kontrolliert worden. Davon war in neun Fällen die Betriebserlaubnis durch unzulässige Veränderungen erloschen und vier Mal musste die Weiterfahrt mit dem Auto untersagt werden. „Mittlerweile haben unsere Kontrollkräfte ein ganz gutes Gespür für die technischen Manipulationen an den Fahrzeugen. Die Trefferquote war dieses Mal sehr hoch“, so der Einsatzleiter, Polizeioberkommissar Florian Wünsch, der selbst einer der Tuning-Spezialisten im Revier Fellbach ist.
Die Kreativität der Bastler scheint technisch keine Grenzen zu haben und verblüfft immer wieder auch erfahrene Polizisten. Erster Polizeihauptmeister Daniel Plohl, der diese Art von Kontrollen auch von Stuttgart kennt, staunte nicht schlecht, als ein tiefergelegter AUDI mit extrem breiten Reifen und einem „fetten V8-Sound“ in die Kontrollstelle einfuhr und sich dann herausstelle, dass es sich bei dem Motor nicht um einen großvolumigen Benziner, sondern lediglich um einen relativ kleinen 2-Liter-Diesel handelte. Möglich machte das in diesem Fall ein illegal eingebauter Soundgenerator, der mit nach außen wirkenden Lautsprechern für die künstliche Geräuschkulisse sorgt. „Es ist schon bizarr, wie manchmal versucht wird, mit künstlichem Sound und illegalen technischen Veränderungen, die Aufmerksamkeit anderer zu erregen“, stellt der Leiter des Polizeireviers Fellbach, Jan Kempe, fest. „Vor allem in den Abend- und Nachtstunden nervt das im Stadtgebiet nachvollziehbar die Anwohner“.
Offene Luftfilter, aufgeschnittene Luftfilterkästen und aus der Motorhaube entfernte Dämmmatten sind die gewöhnlichen Klassiker bei einfachen Veränderungen. Einem Golf-Fahrer war das allerdings nicht genug und er schweißte eine selbstgebaute Klappe an die Auspuffanlage, die mit manueller Steuerung die Abgase noch vor dem Endschalldämpfer direkt ins Freie leiten kann. Dieser illegale Umbau sorgte auch beim Sachverständigen für Kopfschütteln, denn bei geöffneter Abgasklappe klingt das einfach nur infernalisch laut. Es versteht sich von selbst, dass auch diesem Fahrzeug die Weiterfahrt untersagt wurde. Des Weiteren war einem Mercedes-Fahrer seine rasante Fahrweise auf der B 14 / B 29 zum Verhängnis geworden. Eine Zivilstreife verfolgte den ahnungslosen Raser, der mit über 170 km/h unterwegs war und dabei andere Verkehrsteilnehmer rechts überholte. Er konnte nach wenigen Kilometern von der Polizei angehalten werden und muss nun mit einer „dicken“ Anzeige wegen zu schnellem Fahren und verbotenem Rechtsüberholen rechnen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Aalen
Öffentlichkeitsarbeit
Böhmerwaldstraße 20
73431 Aalen
Telefon: 07361 580-106
E-Mail: Aalen.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

Original-Content von: Polizeipräsidium Aalen übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal