Frankfurt (ots) –

So klar, wie nach der angekündigten US-Lieferung von Atacams-Raketen an die Ukraine die Forderung folgte, Deutschland möge dem überfallenen Land Taurus-Marschflugkörper schicken, so sicher war das Nein dazu von Kanzler Olaf Scholz. Und so wenig man dessen Argumente dafür überzeugend finden mag, so unwichtig ist es, diese Debatte erneut zu führen. Zum einen kann die Ukraine mit den US-Projektilen wie gewünscht die russischen Nachschublinien angreifen und benötigt derzeit nicht zwingend weitere Geschosse dieser Art. Andererseits ist entscheidender, ob die bewilligten US-Waffen noch rechtzeitig an die ukrainische Front kommen, um diese zu stabilisieren. Nur dann können die Ukrainerinnen und Ukrainer auch der erwarteten Frühjahrsoffensive von Putins Armee standhalten. Von einer eigenen Offensive wie vor etwa einem Jahr ist Kiew allerdings weit entfernt.

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