Landkreise Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla und Sonneberg (ots) –

Nach Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2023 für den Freistaat Thüringen durch den Thüringer Minister für Inneres und Kommunales erfolgt hiermit die zusammengefasste, dezentrale Auswertung für den Schutzbereich der Landespolizeiinspektion (LPI) Saalfeld.

In den drei der LPI Saalfeld nachgeordneten Landkreisen wurden 2023 insgesamt 14.647 Straftaten registriert, was einem Anstieg von 1.959 Straftaten im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Somit liegt der Anstieg mit 15,4 % über dem landesweiten Durchschnitt von 10,7 %.

Dennoch wurden für die Landespolizeiinspektion Saalfeld im thüringenweiten Vergleich erneut die niedrigsten Fallzahlen (= Anzahl der polizeilich bearbeiteten Straftaten, unabhängig von strafrechtlicher Verantwortlichkeit) erfasst.
Aufgrund dessen, dass das Straftatenaufkommen im hiesigen Schutzbereich vergleichsweise gering ist, fällt ein Anstieg von knapp 2.000 Fällen wesentlich mehr ins Gewicht.

Die LPI Saalfeld liegt jedoch bei der Häufigkeitszahl (= die Zahl der bekannt gewordenen Fälle, berechnet auf 100.000 Einwohner) von 6.165 deutlich unter dem landesweiten Durchschnitt von 7.074 und zählt damit weiterhin zu einer der sichersten Regionen im Freistaat.

Entsprechend dem landesweiten Trend ist ein Anstieg der Straftaten in fast allen Deliktsbereichen festzustellen. Eine deutliche Erhöhung ist insbesondere bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten (+ 31,5 %), den Diebstahlsdelikten (+ 28,6 %) und den Rohheitsdelikten (+ 17,3 %) zu erkennen.

Die Straftatenmehrung bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten ist vor allem auf die Entwicklung im Bereich der Betrugsdelikte, insbesondere unter Nutzung des Internets, zurückzuführen. Beim Telefontrickbetrug, unter anderem auch als „Enkeltrickbetrug“ bekannt, weist die LPI Saalfeld im landesweiten Vergleich die niedrigsten Fallzahlen auf.

Im Jahr 2023 waren 15,8 % der ermittelten Tatverdächtigen nichtdeutscher Herkunft. Dies liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 27,3 %.

„Bei deutlich gestiegenen Fallzahlen ist die Aufklärungsquote mit knapp 60% nahezu gleichbleibend“, betont Lutz Schnelle, Behördenleiter der LPI Saalfeld.

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Quelle: Presseportal